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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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Brand von Troja von Elsheimer ist, das Contento unmöglich sein Werk sein kann, mag ihmsonst eine noch so proteusartige Natur vindiciert werden. Sehr in die Augen springend istdie Uebereinstimmung der malerischen Technik des Brandes von Troja mit dem köstlichenLandschafts- und Figurenbild »Joseph im Brunnen« in der Königlichen Galerie zu Dresden,welches von derselben hohen entzückenden Naturpoesie Elsheimer's erfüllt ist wie, um nurwenige zu nennen, die verschiedenen Landschaften mit der »Flucht nach Aegypten«-, die derJugendzeit Elsheimers zugewiesene Tempel- und Flusslandschaft in der Herzoglichen Galerie zuBraunschweig, und vor allen die wundervolle Landschaft aus der Sammlung Pein mit der Dar-stellung des barmherzigen Samariters. Ueberhaupt legt Elsheimer im Gegensatz zu Knüpferden Schwerpunkt seiner Kunst in die Landschaft. Indessen das Münchener »Contento« giltnun einmal in allen Abhandlungen über Elsheimer, von Sandrart's Zeit bis in die Gegenwartdie von Bode und Seibt (Studien z. Kunst- und Kulturgesch. IV) nicht ausgenommen, als einunzweifelhaftes Werk Elsheimer's. Es ist z. B. das einzige unter den ihm zugeschriebenenWerken der Alten Pinakothek, welche der mit Lichtdrucken ausgestattete Katalog in einerAbbildung bringt. Auch der Schweriner Katalog hat sr. Zt. den Irrthum unterstützt, indemer den ersten Hinweis auf die Verwandtschaft mit dem grösseren und vollendeteren Werk desKnüpfer vom Jahre 1651 brachte und damit eine Einwirkung Elsheimer's auf Knüpferbegründete, die nachher weiteren Eingang fand (Bode, Graphische Künste XIV, S. 71 undWörmann, Gesch. d. Malerei III, S. 568). Bode und Seibt haben ferner in ihren bekanntenAbhandlungen auf Studien zum Contento in dem sog. Elsheimer'schen Skizzenbuch (besserSammelband von Zeichnungen Verschiedener) hingewiesen und eine Reihe von Blättern als indieser Beziehung bedeutsam bezeichnet. Wir gestehen, dass wir bei Gelegenheit der Prüfungdieser Blätter im Frankfurter Museum mehr Fragen als Gewissheiten gefunden haben, wollenaber unsere Notizen hierhersetzen:

»Ein Blatt, das im Sinne des Contento behandelt zu sein scheint, ist 47 (5871). Dasieht man links aus der Menschenmenge heraus eine Figur in die Lüfte emporgetragen werden,die an den Merkur mit der Fortuna auf dem Münchener Bilde erinnern könnte. Auch gewahrtman, wie auf diesem, rechts einige Reiter, aber zwingende Momente für die enge Beziehungbeider Gruppen auf einander sind nicht gegeben. Etwas mehr scheint dies bei 49 (5987) derFall zu sein, welches wettrennende Pferde und nackte Wettläufer darstellt. DickstrichigeZeichnung bei beiden, breite Tuschmassen. Sie könnten vielleicht von Elsheimer sein, aberist es gewiss? Das Blatt 40 ($974) ist wieder gar nicht im Contento unterzubringen, es sindgehende Engel und Kinder. Ebensowenig die Gruppen zu Fuss und zu Pferde auf 35 (5841).Dasselbe gilt von den Blättern 74—78 (5994, 5946, 5922, 5945, 5932). Der Reiter auf 78 istals galoppierender Kriegsmann dargestellt und so allgemeiner Art, dass er in gar keineBeziehung zum Contento gesetzt werden kann. Auf 74 findet sich ausser einem Ringeltanznackter Figuren ein türkischer Reiter, welcher still zu halten scheint. Aber keine zwingendeBeziehung zum Contento, ebenso nicht in den beladenen Pferden und in den gehenden Gruppenvon Männern, Frauen und Kindern der übrigen Blätter. Andere Blätter aber als diese kommenüberhaupt nicht in Frage.«

Es ist gewiss, dass viel zu schnell Behauptungen aufgestellt worden sind, welche sichnicht halten lassen. Aber gesetzt den Fall, diese Blätter und ebenso die von Bode genannten

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