6 ) Nach früheren brieflichen Mittheilungen von Hofstede de Groot, der auf Bitten desVerfassers darnach forschte, und nach späteren weiteren Bestätigungen vom ArchivdirektorWustmann im Leipziger Tageblatt vom 14. Januar 1895. Vgl. I. Beilage zu Nr. 41 vom23. Januar 1895. Ferner Hofstede de Groot, Quellenstudien zur holländ. Kunstgeschichte(Houbrakens Schouburgh), S. 238, 253.
G ) Bredius in Oud-Holland VIII (1890), S. 304: »Nicolaes de Knuper (Knüpfer) discipelvan Emanuel Niese te Leipsig, 1603, en daerna te Magdeburg, quam te Utert 1630, byAbram Blommert, pinxit 3 stuk p. rege Daniae . Pictus a se ipso.« Mit diesem hinterher-genannten Selbstporträt wird das von P. de Jode gestochene Gemälde gemeint sein, überdessen Verbleib nichts bekannt ist.
7 ) Dry constighe Stucken afbeldende fyn Gheflacht en andere Veltflaghen, daer fynVoorouders in gheweeft en de victorie behouden hadden. Vgl. Het gülden Cabinet, S. 116.Nach Nagler's Mittheilung gingen diese Stücke 1794 im Schlossbrande von Kopenhagen zuGrunde.
8 ) Teutsche Akademie II, S. 307.
a ) Für die Behauptung Kramm's, dass Knüpfer lange im Haag gewohnt habe, istunseres Wissens bis heute ebensowenig ein Beweis erbracht, wie für das von ebendemselbenangegebene Todesjahr 1660.
"') Wir geben die Möglichkeit zu, dass Nikolaus Knupfer in Utrecht an jener Be-geisterung für Elsheimer, den grössten Fein- und Kleinmaler Deutschlands, theilnahm, diedort der von Rom nach Utrecht zurückgekehrte Ritter Goudt mit seinen bekannten siebenStichen verbreitet hatte. Gewiss ist es freilich keineswegs. Denn Adam Elsheimer warbereits 1620 in Rom gestorben, Goudt in Utrecht im Jahre 1630, als Knupfer eben dahinkam. Direkte Einwirkungen sind also unmöglich. Der Trieb zur Fein- und Klein-malerei findet sich bei beiden, bei Elsheimer und Knüpfer, im Uebrigen aber sind sie invielen Stücken grundverschieden, besonders in ihren Typen, in denen Elsheimer zu denItalienern, Knupfer zu den Holländern neigt. Elsheimer ist ein viel feinerer und grössererLandschafter als Knüpfer. Von Elsheimer giebt es bekanntlich eine Brücke zum ClaudeLorrain, wie es eine kunstgeschichtliche Brücke von dem grossen flandrischen LandschafterPaul Bril zu Elsheimer giebt. Die Landschaft dagegen gilt dem Knüpfer weniger. Dafürbeherrscht er die Figuren-Massen in seinen grösseren Compositionen mit mehr Geschickund Glück als Elsheimer, der kleinere Gruppen vorzieht und sie der Landschaft so viel wiemöglich unterzuordnen sucht. Von diesem Gesichtspunkt aus ist ganz besonders der Untergangjener Bilder zu bedauern, die er für Dänemark gemalt hatte. Ob er selber nach Dänemarkging, wissen wir nicht, ebenso wenig wissen wir, ob er die Mauern Roms von Angesicht zuAngesicht gesehen, oder ob er seine Phantasie-Architekturen, in denen in der Regel, demGeschmack zahlreicher anderer holländischer, besonders auch Utrechter Meister entsprechend,die römischen Formen vorherrschend sind, nach den Bildern Anderer aufgebaut hat.
") An dem Festhalten der Benennung des Münchener Bildes mit Elsheimer offenbartsich die Macht der Tradition, welche, je älter sie ist, desto fester und unverlierbarer die Menschenin ihren Bann zieht. Eigentlich gehört wenig dazu, um schon in der alten Pinakothek selberan Ort und Stelle zu sehen, dass, wenn — woran nicht im Mindesten zu zweifeln ist — der