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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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Ja es giebt sogar Spuren, welche auf ein solches Bild hinweisen. Es hängtnämlich in einem Zimmer der Residenz zu München ein Bild mit der Jahreszahl 1617yon einem Schüler und Nachahmer Elsheimer's, dem Johannes König, das demContento ähnlich ist und eine zweifellose Vorstufe von ihm darstellt, sich aber invielen Einzelheiten, besonders in der Behandlung des Vordergrundes, von demBilde in der Pinakothek unterscheidet. Das könnte, wie gesagt, vermuthen lassen,dass Elsheimer der Vater des Gedankens wäre. Dann hätte Knüpfer, ebenso wieKönig, in späteren Jahren diesen Gedanken aufgenommen, ihn umgestaltet undzwar von Grund aus, nachher noch auf verschiedene Art variiert und zuletzt imSchweriner Bilde zum Abschluss gebracht. 10 )

Aber wo ist dies Elsheimer'sche Bild? Niemand weiss davon.

Dass das Contento der Pinakothek kein Elsheimer ist, sondern von dem-selben Meister herstammt, der der Urheber des beglaubigten Schweriner Bildes ist,beweist die Vergleichung.

Prüft man im Münchener Bilde den Strich und die Führung der Hand, dieTypisierung der Figuren, die Farbenakkorde und den zusammenhaltenden Grund-und Generalton, so sieht man sofort den durch die holländische Schule hindurch-gegangenen Meister, speciell den in Bloemaarts Schule erzogenen Künstler. Mansieht einen gewissen naturalistischen Zug, den man in der Kunstgeschichte alsholländischen Caravaggismus bezeichnet, und der besonders die Utrechter Schulekennzeichnet. Man sieht bei aller Vorliebe für ein buntes kräftiges Farben-Bouqueteinen mit Grau gemischten ockerfarbigen Lehmton, wie er bei vielen UtrechterMeistern nachzuweisen ist.

Eine ganz besonders charakteristische Figur, eine ächte Utrechter Caravag-gistengestalt, nur in kleinerem Format und mit feinerer Behandlung, ist die Venus-dienerin rechts am Ende. Man braucht sich nur ähnliche Gestalten auf den grossencaravaggistischen Bildern der Honthorst, Bronchorst, Bylaert, Terbrügghen undAnderer in die Erinnerung zu rufen, um zu wissen, wess Geistes Kind das Bildist. Eine solche Figur z. B. würde Elsheimer niemals gemalt haben.

Ferner zeigen die Photographien beider Bilder, des kleineren wie desgrösseren, in ihren auf die Farbenakkorde schliessen lassenden Schatten- und Licht-

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