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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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unter die Holländer weist und Anderen, die es weit weniger verdient hätten, einenviel grösseren Raum gewährt.

Der Einzige, der in neuerer Zeit dem Knüpfer das gegeben hat, was ihmin einem Handbuch der Malerschulen als Wenigstes zukommt, ist Wörmann. Nacheiner Aufzählung seiner Werke wirft er am Schluss einen Blick auf das bekannteschöne Familienbild in der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden und spricht einUrtheil aus, das man sich gefallen lassen kann: er nennt ihn einen deutschenKünstler, der den besten gleichzeitigen Holländern ebenbürtig erscheine.

Dennoch ist es unsere Meinung, dass der Meister mehr als bisher beachtetwerden muss und dass das kunstgeschichtliche Urtheil über Knüpfer eine andereFassung erfordert. Vielleicht lässt sich, um ihn richtig zu charakterisieren, einAusdruck finden, der ihn aus seiner Zeitgenossenschaft in besonderer Weise heraus-hebt, und wir haben ferner, wie es hier schon gesagt und nachher noch näherdargethan werden soll, die Ueberzeugung gewonnen, dass sein Verhältniss zuElsheimer's Kunst ein anderes ist als dasjenige, welches in neuerer Zeit auf Grundder Darlegungen im Schweriner Katalog von 1882 Geltung erhalten hat und vonAnderen vertreten worden ist.

Zunächst mögen seine Lebensdata beleuchtet werden.

Die Primärquellen (Urkunden, Akten, notarielle Beglaubigungen aus seinerZeit, eigenhändig bezeichnete Gemälde mit Daten) ergeben bis heute für seineBiographie nur wenige unumstössliche Fixpunkte: es sind die Jahre 1637, 1649,1651 und 1654.

Das Datum 1637 stammt aus den Akten der Lukas-Gilde zu Utrecht.Dort heisst es, dass Nikolaus Knüpfer im Jahre 1637 als Passant, also nicht alsordentliches Mitglied, in die Genossenschaft der Maler aufgenommen wurde.

Das Wort > Passant« fällt auf, es lässt sofort vermuthen, dass er vonGeburt kein Holländer war, sondern aus der Fremde kam.

Was das Jahr 1649 betrifft, so ist es das Jahr einer kunstgeschichtlichbekannt gewordenen Lotterie, nämlich der Lotterie des Jan de Bondt. Unter denim Juli dieses Jahres auf dem Castell Wyck-by-Duurstede verloosten Gemäldenfinden sich drei Bilder von unserem Knüpfer: 2 ) eine Sophonisbe, ein Diogenesund ein Addalonibus (sie!!!). Von diesen wird der Diogenes als ein Hauptwerk