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2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
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49
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IV SEGEN UND SPRÜCHE 49

ersten zeile, könnte aus dem altern, heidnischen liede herübergenommensein; aber anfang und schluss des Spruches, so wie sie vorliegen, sindaugenscheinlich ein rohes flickwerk aus christlicher zeit, der älteste,best erhaltene teil des Spruches v. 410 kann, für sich betrachtet,ebenso gut oder eher einem sogen, den ein Jäger beim auszug auf diejagd über seine hunde sprach, angehört haben, als einem hirlensegen,loeil die erwähnung des viehes fehlt, gehörte aber dieser teil nachv. 2 schon ursprünglich einem hirlensegen an und dafür scheinenauch spätere nachklänge zu sprechen, JGrimms mylh. 11.89 f. (Germ.20, 437), mythJ cxxxvm (Mones ans. 1834, 279), Schneller 4, 67,Mannhardl wähl- und feldkulle 1, 274, neues archiv f. sächs. gesch. 10, 155, so haben wir darin wahrscheinlich nur ein bruchslück eines gröfseren,mehrslrophigen liedes, das in einer andern Strophe den segen über dasrieh enthielt, das kirchliche gebot MG. IV, 2, S3 § 205 setzt beihirlen heidnischen ruf und gesang beim aus- und eintreiben des viehes(AKuhn herabkunfl des feuers s. 183 ff. Uhlands Schriften 3, 202. 302)voraus, v. 410 lassen sich, ohne der spräche und dem slil, demvers und der Überlieferung gewall anzulun, nicht auf das gewöhnlichemafs der lang Zeilen zurückführen, mit geringer orthographischer undmetrischer nachhilfe bei v. 8. 9 stellt sich eine Variation des liodahdtlsheraus, zs. 3, 112 ff., de carm. Wessof. p. 18. nur ist den beiden für 279sich stehenden halbzeilen 4. 5 und 8. 9 jedesmal noch ein geleil vondrei hebungen beigegeben (vgl. zu 2, 7), das erste mal vers 6, wie esscheint, mit der vorhergehenden halbzeile durch den reim verbunden,jedoch nur zufällig, da das zweite mal v. 10 jede Verbindung fehlt, wennman nicht auf die Wiederholung des minderbelonlen ode ein unerlaubtesgewicht legi. die geleile stehen aufserhalb der eigentlichen slrophenform,wie die ruf- und refrainzeilen in spätem Volksliedern, und sie lassennach dieser analogie schließen, dass das ursprüngliche mehrslrophigelied nach einer bestimmten melodie gesungen wurde, sie für spätereZusätze zu hallen, verbietet ihre regelmäfsige und gleichmäfsigc Wieder-kehr. Slrobls reconslruclionsversuch dieser millelparlie zs. 30, 215/'.erscheint in sachlichem wie in formellem betrachte als misglückt. umauch für die erste halbzeile 4 hebungen zu gewinnen schlug Roedigerzs. 33, 414 die hinzufügung von der liciligo (wie 3. 11) vor: aberdas überfüllt den vers.

Cod. 751, olim iheol. 259 (Denis 1, 277), der k, k. hofbibliolhekzu Wien, 18S bl. fol., X (nach dem neuen archiv 9, 13 IX) jh.; aufhl. 132135 wenige ahd. glossen zum Jcsaias und Ezechiel (GraffDiuliska 2, 190 = ahd. gl. 1, 618. 654), auf der letzten seile lateinischeund die beiden allsächsisclien Zauberformeln 4 und 5 A. HFMafsmannin Dorows denkmälern aller spräche und kunsl. erster band zweites unddrittes ließ. Berlin 1824,261 271; mit faesimile laf. 11. EGGraffDiuliska 2 (Stuttgart und Tübingen 1827), 189. 190. JGrimm deutsche

DENKMÄLER II. 4