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2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
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48
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48 IV SEGEN UND SPRÜCHE

3.

Cod. 552 (olim bist, eccles. 143) der k, k. hofbibliolhek in Wien,112 bl. klein quarl, passionen verschiedener heiligen enthaltend, hl. 107 bschluss der passion des heiligen Sebastian und seiner geführten, dannvon einer besondern hand der segen und noch eine Schlangenbeschwörung(s. zu v. 12), darauf wieder von der ersten hand der anfang der ältestenpassio sanctorum marlyrum Kiliani el sociorum eius; geschrieben nachKarajans Vermutung in Salzburg und der hs., in die das muspilli ein-getragen ist, ungefähr gleichzeitig, obgleich die schriflzüge des facsimileund die sprachformen der deutschen vcrse, das häufige a in den endungen,der gen. sing, heido statt heida (Dietrich hislor. decl. p. 26, vgl. p. 25über hiula statt hiulo), in eine spätere zeit weisen; vgl. überhaupt exe.zu X s. 295. ThGvKarajan zwei bisher unbekannte deutsche Sprach-denkmale aus heidnischer zeit. mit einer iafel (facsimile), Wiener278 Sitzungsberichte, philos.-hist. classe, XXV (1858), 308 ff. KMüllenhoffzs. 11 (1858/59), 257262. die verse sind nicht abgesetzt, aber zumteil durch punkte gelrennt.

1 gen. 31, 39 quidquid furlo peribat, fdgr. 2, 46, 20 Suaz mir wolfoder diep genam. 6 beilr. 9, 178 wird zöha angenommen. 7 überuulpa JGrimm kl. sehr. 5, 391 ff. zs. 12, 252. 9 Hei. 18, 12 uuegasendi uualdas. 12 Olfrid 2, 3, l hera heim, klage 1901 [?] her heim,g. Gerh. 6609 herheim. [mir scheint es richtiger, mit Schade decas s. 4den plural fruman herzustellen, zwar nicht weil das subjeel ein doppeltesist (vgl. z. 4), aber weil neben sonstigem der das im oberdeutschenseltene de auffällt.] nach einem absalz und einer Überschrift Conlriasfpe folgt noch Contra serpenle in xpi nomine quinta de s sia maria | naria.Ziso dfio Ziso pcanle ndria nariancilla siip | sargarha uidens si esse inno-minc; Dextera dni; | Sup aspide & basiliscü;: (vor b, das aus p corr.ist, rasur von s).

Dadurch, dass man namen heidnischer göller an die stelle derchristlichen setzte, hat man geglaubt den v. 13. 11. 12 ihre ur-sprüngliche gestall wiederzugeben, das verfahren ist tadelnswert, weiles nicht von einer genügenden prüfung des überlieferten ausgeht, dererste halbvers ist um eine hebung zu kurz und bleibt die langseile ohneStabreim, weil uuart als minderbelonles worl nicht liedslab sein kann.Wuotan stall Christ gesetzt, würde allerdings den richtigen reim ergebenund der vers dann mit gaboran uuart ausgefüllt, aber eine unmittelbareheidnische grundtage lässl sich hier gar nicht annehmen: so geläufigden Christen die dalierung von Christi gehurt, so ungeläufig und fremdxoar den heiden die von Wuolans geburt. auch die wähl unter dendeutschen gütlern an SMarlins stelle ist völlig halllos und willkürlich,außerdem sind die verse 3 und 11 ohne reim und allilteralion, wennauch metrisch richtig, nur 12 ist unladelhaft, sobald das entbehrlicheund wegen der häufung der allilteralion im zweiten halbvers fehlerhaftehera getilgt wird, dieser, vers, allesfalls auch der zweite halbvers der