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2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
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47
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IV SEGEN UND SPRÜCHE 47

Prije (mylh. 280). Fria aber ist nur conlrahiert aus Frija. Frija zuschreiben war ein doppeller fehler, dagegen spricht für Wackernagelslesung und gegen Grimms Frua der vollständige mangel sicherer spurenund Zeugnisse für eine der nordischen Freyja entsprechende göllin imdeutschen Volksglauben und in den altern quellen, ivährend das volle diefru Frier) oder Vröen, Fricke oder FrBke noch ganz wohl kennt, es kommthinzu, dass die nordische mylhologie die Fulla wohl als dienerin d. i. alsHypostase der Frigg kennt, aber von einem näheren Verhältnis zur Freyjanichts weifs.' dem gegenüber bat aber FKauffmanu beilr. 15, 207 imanschluss an vorschlage von Scherer und Bugge sehr wahrscheinlich ge-macht, dass z. 1 Pliol = Vol = nord. Fulla als n. sg. fem., z. 2 balderesals appellaliv = ags. bealdor und z. 3. 4 die ziveilen halbzeilen als oppo-niert, nicht als asyndelisch coordinieri zu fassen sind: Sunna era suislcr be-deutet 'der Sun ihre Schwester' und diese Sun ist nicht die sonnengöllin, son-dern die alln. Syn. dann braucht man nicht mehr z. 4 die hsliche lesarlmittels Umstellung zu ändern; die erste halbzeile thü biguolen Frija istein vers des lypus ü, welchem derjenige, der an den 4 hebungen fest-hält, durch die Schreibung Fria das erforderliche mafs geben kann, ganzsicher ist allerdings diese deulung, gegen welche Miillenhoff (s. DA. 5, 51 /'.)sich ablehnend verhallen haben würde, darum noch nicht, weil 1) ein hd.appellaliv paliar bisher sich nicht nachweisen liefs, s. auch zs. 35, 243,und 2) die vielen mit Pliol componierlcn oberdeutschen Ortsnamen zu denkengeben. v. 7 bezeichnen Grimm (mylh. 1181), Wackernagel 1859, Zacherzs. f. d. phil. 4, 468 eine lücke, gewis mit unrecht: der halb vers ist eingeleil, wie im nordischen galdralag (Snorris hallalal 101 vgl. zs. 3, 108/".),das den epischen teil des Spruches abschliefst, durch den reim mit demvorhergehenden langvers verbunden und nicht etwa ein späterer Zusatz,wie v. 9 lehn, zu den jungem fassungen des Spruchs in Grimmsmylh. 1181/'. vgl. 3 4 , 369/". kommen noch Chambers populär rhymesof Scolland (1847) p. 129 anm., noles and queries 3 (1851), 258;10, 220 = choiee noles (1859) j). 167. 64, Dalyell superslilions ofScolland (Edinburgh 1834) p. 25 (Ilagens Germania 7, 425), ThieleDanmarks foikesagn 3 (1860), 124/'., Asbjörnsen norske huldreevenlyrs. 45, Kreulzwald und Neus mythische und magische lieder der Ehslen(1854) s. 9799. 122. 123, Kalewala übertragen von ASchiefner (1852)S. 79, aufserdem Kuhns zs. 13, 58/'. 151153, zs. 21, 211/: 24,68 vgl. 77, zs. f. d. phil. 4, 468/:, siebenbürg, correspondenzbl. 9, 55,Bugge Studien 1, 305 ff., auch zs. der gesellsch. f. d. gesch. der herzog-lümer Schleswig, Holstein und Lauenburg 3 (1873), 417. iveiler abliegt der unlerfränkische segen (Bavaria 4, 1, 223) Sand Peter sass aufeinem stein und halt ein böses bein: fleisch und fleisch, blut und

blut, es wird in drei tagen gut, näher wieder Hohenzollernsche Ol. 1881nr, 137. über strophische gliederung des Spruches handelten Jessenzs. f. d. phil. 2, 126, Scherer zs. 19, 109 und Möller zur ahd. allille-ralionspoesie s. 51, der auch hier in der forderung correcter allillerationzu weit gehl.