Druckschrift 
2 (1892) Anmerkungen
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46 IV SEGEN UND SPKÜCHE

leysigaldr last ek jier fyr legg of kvedinn,ok stökkr J>ä läss af limum,

eu af fotum fiölurr. Grogaldr 10.

EvdReckes einfall (zs. 23, 408), drölthvwU für den Spruch er-weisen zu wollen, kommt jetzt, wo icir die strengen geselze dieses melrumsdurch Sievers (beilr. 5, 449 ff.) kennen, nicht mehr in belrachl.

Über die hs. s. zum ersten spruch.5 Ol fr. 1, 27, 31 sös er uuola könda.

-Für z. 14 des Spruches bemerkte Müllenhoff: 'über Phol s. JGrimmzs. 2, 252257, myth. 205209. 3 4 , 79/'. was mylh. 209 anm. undsonst myth. 581. 749. 944. 948. 975 über ihn beigebracht wird, muss da-hingestellt bleiben. über das asyndelon v. 3. 4 JGrimm zs. 2, 188190.es ist notwendig anzunehmen, weil, wenn hier einem genetiv noch ein gen.des pron.pers. hinzugefügt wäre (gramm. 4, 351), man Sunnftn, Yollün stattSiiniia, V'olla zu erwarten hätte, und wenn man den beiden namen starkeßexion beimissl und an der überlieferten Ordnung festhält, unter jenerVoraussetzung sogar die zwiefache Ungereimtheit sich ergibt, dass die höchstegöll'in durch den namen ihrer geringeren Schwester näher bestimmt und diesonnengbllin nur durch ihre Schwester vertreten wird, wo sie selbst, beider not des lichtgotles, nicht fehlen durfte und in eigner person zu hilfekommen muste. JGrimm (myth. 285. 667) vermutet in Sinthgunt de«morgen- und abendslern als begleitet- der sonne und yewis ist sie diegeführliu (gesindin) der sonne, wie Sindolt der geführte des Hunoll undSinlram der geführte oder nachfolget- des Uallram (zs. 12, 353); ansich aber bedeutet ahd. sind alts. silh gol. sinjis nwr 'fahrt, weg, reise'und Sinthgunlh ist der Suttna ohne zweifei nur beigegeben, weil dieseselbst als wandelnde, eilende gbltin angeschaut wurde (nordalbing. Studien4, 209 /'.). .sie ist eine hypostase der vornehmeren Schwester, die eine277 eigenschaft derselben in besonderer geslall darstellt, und passend ist siezuerst zur stelle, wo es sich um die förderung des lichtgotles handelt,doch nicht minder isl Volla, die Copia nur eine polenz und hypostaseder höchsten göllin, und der parallelismus zu v. 3 sowie die nalur dersache verlangen in gleicher weise, dass v. 4 die höhere macht der ge-ringeren nachfolgt, die Umstellung der namen isl hier notwendig, nunerklärt sich auch das asyndelon aus der emphase und es darf Frija ge-schrieben werden, während sonst der vers Fria verlangt, auf Frija weistFrigaliolda (JGrimm kl. sehr. 5, 417), ahn. Frigg, das in der gramm.1, 327 richtiger beurteilt wird als myth. 27 8, tangobard. Frßa, ndd.frii Freen (AKuhn und WSchwarlz nordd. sagen s. 414, HPröhle unlerharz.sagen s. 208 211), ags. Frigedag, engl. Friday, ft-ies. Frigendei Fredci,dän. schwed. Fredag: der name ist nichts anderes als das ags. appella-livum frigu amor, ventis. dem Frija entspricht auch genau das slavische