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2 (1892) Anmerkungen
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44 IV SEGEN UND SPRÜCHE

denn 'zornig' oder 'feindselig' j)asst wenig für die hilfreiche rolle, welcheder spruch den idisen zuteilt, noch weniger natürlich die bedeulung'irrend', falls sie, was ich mit Hinblick auf das mhd. nicht glaube, dieim ahd. allein giltige gewesen sein sollte {Kögel in Pauls grundriss 2,1, 178). Eolthausens (h)erad verstehe ich nicht. Wilkens behandlungdieses verses ivie überhaupt des denkmals (Germ. 21, 218) widerstreitetmehrfach den Sprachgesetzen.] die idise erscheinen in drei häufen (myth.1181); vielleicht waren es wie Helgaqu. Hiörv. 28 hrcnnar niundirmeyja, weil gewöhnlich neun zusammen austeilen, myth. 392. alle dreikann man nur in gleicher, nicht in verschiedener, dem gefangenen, derdurch sie befreit zu werden hofft, feindseliger richtung tätig denken,und zwar so, dass eine Steigerung entsteht und der Spruch mit v. 4 ineine spitze ausläuft, er geht von der anschauung einer Schlacht, wozwei kämpfende heere einander gegenüberstehen, aus und darnach istdie lätigkeit der göttlichen frauen, die, wie schon 1843 in den nord-275 albingischen Studien 1, 211 f. bemerkt ward, der teilnähme der allgermani-schen weiber an der sehlacht durchweg entspricht, zu verteilen, hefteneinen haft bedeutet im rennet 20132 'schließen, einen schluss, hallmachet)', hier ist liapt heptidun jedesfalls wörtlich zu verstehen vondem fesseln der gefangenen und nicht, wie myth. 373, abslract und inWiderspruch mit der nächsten halbgeile 'sie taten dem kämpfe einhall',auch die altn. calkyrien Block und Herfiötr sind von der fes seiungder gefangenen benannt und die benennung nicht mit KMaurer in der:s. f. d. myth. 2, 341 ff. aus einer übertragenen bedeulung herzuleiten.der erste häufe der idise, dem das yeschäft der fesselung zufiel, ist hinterdem heer der landsleule des gefangenen zu denken, den der spruch be-freien soll; wie die allgermanischen weiber hinler der schlachlreihe ihrenstand hatten und hier auch die gefangenen feinde in empfang nahmen,Strabo p. 294, vgl. Germ. c. 7, hisl. 4, 18, Plul. Marius c. 27. derzweite häufe wirft sich dem andringenden heer der feinde entgegen, wiedie weiber nach Plul. Marius c. 19, Germ. c. 8; vgl. Slillihere duae?Dronke cod. diplom. Fuld. n'r. 3S8 a. 819; aus Dio 71,3 und Vopiscusvil. Aurelian. c. 34 wissen wir aufserdem, dass einzelne weiber wie diemänner und valkyrien vollständig gerüstet am kämpfe teilnahmen, derdrille häufe erscheint endlich hinter dem heer der feinde, um den ge-fangenen, der sich hier befindet, zu befreien, dem vers ümhi cüuiomiidi fehlteine hebung. sie lässt sich ergänzen, wenn man, was in einem thüringischenspruch gewis erlaubt ist, eine melir niederdeutsche form uuidilü, uuiddiäoder uuidia herstellt, noch das heutige niederdeutsch kennt neben wed =wede, das dem ahd. uuit mhd. wit wide entspricht, in besonderer be-deulung die nebenform wedde (s. glossar zum quickborn 1856 unterweed und wichet), und dem wedde steht gleich ags. vidde allfries. withlhealtn. vidja, auch wohl ahd. unilta, fahsuuitta (Graff 1, 745/'.). der thema-vocal des ersten worts aber konnte in der composilion nur i oder ofür alles a sein, nicht io, das jeder analogie im ahd. und alts. ent-behrt, de carm. M'essof. p. 28. anders als hier erkläre ich es mir jetztaus einem schwanken des Schreibers, das sich auch schon in dem uo