IV SEGEN UND SPRÜCHE 43
gloria und vollständig neumierles alleluia - Stctit iesus in medio disci-pulorum et dixit eis pax uobis; darauf ein eingeheftetes kleineres Matt,wie es scheint, als nachlrag zum missale. JGrimm über zwei entdecktegedickte aus der zeit des deutschen Heidentums in den abhandlungender philosophisch-historischen classe der akademie zu Berlin 1842,1—24 (kleinere Schriften 2 (1865), 1—29) mit facsimile. WWacker-nagel vorrede von 1842 zum alldeutschen lesebuch, Basel 1839, p. ix. x;Basel 1859, 19. 20. ESievers das Hildebrandslied, die MerseburgerZaubersprüche und das fränkische taufgelöbnis. mit photographischemfacsimile, Halle 1872. die verse sind nicht abgesetzt und außereinem • II • ähnlichen Schlusszeichen fehlt jede Interpunktion.
2 f. nom. plür. fem. adj. auf -a bei Graff 1,14, Kelle Ol fr. 2, 275,Sievers Talian s. 43. 4 nach insprinc glaubte JGrimm noch den köpfeines g wahrzunehmen; die wiederholte Untersuchung der hs. hat ergeben,dass hier nie ein buchstau gestanden [Sievers bemerkt indes s. 16 'nachinsprinc ist ein buchstab ausradiert, vermutlich a'J.
Eiris 'früher, ehedem' scheint ein adverbialer genetiv von er, nichtwie gol. airis comparativ, und ei für e geschrieben, wie gl. Rh. (Diul.1, 501\ 513 a = a/id. gl. 2, 306, 3. 1, 447, 20) archeirit und eirina ereos,vgl. Braune ahd. gramm. § 43 a. 7 und Scherer zGDS. s. 105 f. = 2 189/.[die dort von Heinsei und später von FHolthausen in der ersten seinerhabilitalionsthesen, Heidelberg 1885, vorgeschlagene änderung zu einis(neben er jisäzun) halte schon JGrimm s. 6 mit recht abgelehnt], esweist den Spruch entweder in eine spätere zeit des heidenlums, wo schonder glaube an das unmittelbare eingreifen göttlicher wesen in die mensch-lichen dinge minder lebendig war [? Zacher zs. f. d. phil. 4, 465 ver-gleicht ansprechend den gebrauch des alln. är], oder der anfang lauteteursprünglich anders und die erste zeile oder halbzeile hat in nach-heidnischer zeil eine Umbildung erfahren; und dies ist ivohl das wahr-scheinlichste, die beiden halbzeilen sind nur gebunden durch die Wieder-holung eines und desselben worls, nicht, wie es in der ersten den anscheinhat, durch vocalanlaul. sizan ist, wie noch oft im mhd., wie ein verbumder bewegung conslruierl: sazun hera ist 'setzten sich hieher, liefsensich hieher nieder, weil die idise durch die luft gezogen kommen, amnatürlichsten nimmt man darnach mit JGrimm und Wackernagel duoderals 'dorthin', aber gol. jjaprö tvrzv&tv 'daher, von da' hätte nichtverglichen werden sollen, eher ein gol. padre, das nach ags. hider jiideroder pa'der altn. hedra padra neben gol. liidre zu vermuten ist. alleinauch für den ablaul von padre duoder fehlt jedes analogon, da ahd.innadiri innödili (Graff 1, 157. 298/'.) ganz anders zu beurteilen ist.sollte also hera duoder aus (duo) hera, duo dara (alts. thar) gekürzt undabgeschliffen sein? oder ist duoder nur ein verstärktes duo (duo dar?)'damals' mit beziehung auf eiris? Graff 5, 54/'. 59. vgl. zu XI, 49.ungeachtet dieser zweifei wird niemand eine andre erklärung, wie dieEttmüllers (lex. anglosax. 607) 'sie safsen auf die erdkugel' udglm.gut heifsen. [auch nicht Zachers irra für hera (zs. f. d. phil. 4, 467),