38 III MUSIULLI
laie, der nach hörensagen und ungenauer Kenntnis dichtete, der heid-nischen Mythologie gehört das wort muspilli [über seine etymologie Kögelin Pauls grundriss 2, 1, 212 anm.] an, dessen er sich noch in seinereigentlichen bedeulung 'wellbrand, Weltuntergang durch [euer bedient,während sie im, allsächsischen Heliand 79, 24. 133, 4 schon verblasstund abgeschwächt ist. ob aber heidnische Vorstellungen bei ihm nochunwillkürlich weiter, über den ausdruck hinaus nachwirkten, lässl sichnie mit gewisheil behaupten, wenn auch nach dem richtigen zusammen-hange in der Völuspa, die für die nordische mylhologie hier die alleinentscheidende seugin ist, unmittelbar nach dem falle Thors durch diemiägarässchlange der Weltuntergang eintritt und Elias leicht, wie nament-lich bei den Slaven (mylh. 157 (f. X8. 12, 353), an die stelle des donner-golles treten konnte, darin, dass der baierische dichter in seiner Schil-derung 'die flammen heraushebt' {mylh. 771), liegt gewis nichts heidnischesnach 2 Pelr. 3, 12 oder mylh. 776. fast alle ihre einzelheilen findensich in der sechszehnten und siebzehnten fitle von Cynevulfs Crisl wieder,womit das jüngere ags. gedieht des cod. Ewon. 445 (Grein 1, 195),aufserdem fdgr. 1, 199, 39 {Diemer 287, 4). 2, 129, 33 ff., zs. 1, 125.3, 525, Freidank 179, 4ff. HMS 3, 97", Wackernagel Basier hss. 23%Richlhofen allfries. rechlsqu. 131 usw. zu vergleichen sind, gegen einestärkere mischung des heidnischen und christlichen spricht zweck undUrsprung des gedichtes.
Das stück 37—62 unterbricht den Zusammenhang von 31—36 und63—72 und der kämpf des Elias steht an einer falschen stelle, weilschon 31 ff. das gericht entboten wird, dem er vorhergehen sollte, danach 31—36 alle zum gerichle kommen sollen, um sich über das zuverantworten, was jeder auf erden getan, so schliefst sich daran dieermahnung an die ungerechten und bestechlichen richler 63—72 aufsgenauste an, und dass das mahal 63 das irdische ist und nicht dashimmlische von 31. 34, ist nicht zweifelhaft, wenn dem verse nur dievom metrwn und vom inhalle der nächsten Zeilen geforderte Verbesserungzu teil wird. 63—72 zeichnen sich durch Wiederholung derselben formein63. 65. 71, 64. 69 noch mehr aus als die andern teile des gedichls,die dadurch 2. 74, 10. 26, 17. 27, 30. 36, 31. 34, 70. 93, 99. 65.71, sowie durch die ähnlichen anfange der abschnitte 31. 73 und dermahnreden 18. 63, dann durch die beziehung von 36 auf 30 sich un-zweifelhaft als das werk eines und desselben dichlers ausweisen, da-Zugegen schweifen 37—62 von der 31 — 36 eingeschlagenen bahn ab undlenken erst durch die mahnende frage 60 wieder ein. der Übergangdurch 61. 62 ist so, dass, wenn man den engen Zusammenhang von35. 36 mit 63 f. ins äuge fassl, man bald erkennt, dass jene versemit diesen nicht ursprünglich in demselben zuge gedacht und gedichtetsind, die abschwei/üng 37—62 wird daher erst eingeschaltet sein, alsman in dem gedieht die Schilderung der dem Weltgericht vorangehendenereignisse vermissle. unläugbar ist der zusalz viel besser und poetischerals namentlich die ihn umgebenden stücke, an kennlnis der kirchen-lehre ist auch nach dem vorhin bemerkten der ältere dichter dem jungem