18 II DAS HILDEIiHANDSLIED
\Seil dem erscheinen der zweiten aufläge der denkmaler habenkrilik und erklärung des Hildebrandsliedes, abgesehen von der inzwischengewonnenen richtigeren einsieht in seinen metrischen bau, nur wenigezweifellose forlschrilte gemacht, ich rechne dahin vornehmlich: 1) diedeutung des zweiten verses, wie sie nach anderer Vorgang Paul beilr.7, 121 anm. festgestellt hat: lirbellun ist Substantiv, rauoün cj. prael.des schul- verbs muoten 'dass sich als Herausforderer, kämpfer, alleinbegegneten . 2) die Interpretation von in sns beremo man v. 56, welcheEdzardi beilr. 8, 486 gab: gesichert wurde sie freilich erst durch Sieversbeilr. 12, 498. 3) den nachweis der durchaus sächsischen Wortwahldes liedes, welchen Kugel in Pauls grundriss 2, 1, 176 ff. den theorienHollzmanns (Germ. 9, 2S9 ff.) und KMeyers (Germ. 15, 17 ff.) gegen-über erbrachte, allerdings stützte er mit diesem gesichlspunkt, den auchMarlin seil jähren, wie ich weifs, zu verwerten plante, nur die vonMüllenhoff längst ausgesprochene tolalauffassung: das benimmt indesseinen samlungen ihre verdienstlichkeil nicht, im übrigen ist aller auf-getvanlen mühe zum trotz kaum objeeliv sicfieres erzielt icorden, amwenigsten von der hyperscharfsinnigen schrifl Möllers, deren methodeich so wenig wie ihren resultalen beizustimmen vermag, ich musle michdamit begnügen, der unverändert wiederabgedruckten recension Müllen-hoffs einen text beizugeben, welcher nur dasjenige zur anschauungbringt, was heute mehr oder minder allgemein als festes ergebnis derforschung gilt oder gellen darf; dass dieser in der Hauptsache mit demBrauneschen übereinkommt, begreift sich, im einzelnen bemerke ichfolgendes: 4 über sunufatarungo s. JSchmidt Jenaer litleraturzeilung 1877s. 269, Möller s. 86 f. Zarncke verglich in den berichten der sächs.gesellschaft 1870 s. 197 mit der palronymischen bildung die form che-galtung (== ehegalle) eines kurmainzischen inquisilionsprolokolls aus demXVII j/t. 6 über den nominaiiv lielklos neben dem acc. bringä, bougä s.Scherer zs. 26, 380. 13 inlerpungiert mit IJeinzel. 17 hinreichendegründe zur annähme einer lücke hinler dieser zeile liegen nicht vor, s. auchSchröder s. 202. 19 siiiero ilegano beziehen lleinzel s. 43 und Roedigerzs. 35, 175 auf Dietrich: aber der halbvers kann von mili nicht ab-hängig sein. 22 Heinzel s. 43 setzt nach hina ein komma. dannwird jedoch dieselbe person kurz nacheinander in sehr unschöner weiseverschieden bezeichnet: 'er (dh. mein vater) ritt fort nach oslen, alsDietrich meines valers bedurfte'. 26 Scherer zs. 26, 378/?". vermutetedenehisto, Kögel aao. 180 dehtisto. 30 wettu liefs ich ohne quanli-lälsangabe, da seine elymologie bisher nicht feststeht, dass vor dieserzeile oder nach 32 etwas fehlen müsse, dafür sehe ich keinen zicingen-den grund: inan z. 43 (beilr. 8, 489) wird durch ein so weil von ihmgetrenntes ih bin Hillibrant oder wie man sonst ergänzen mag kaumverständlicher. 31 hier und 46 setzte ich das kreuz an den anfangdes verses, weil ort oder arl des fehlers sich nicht bestimmen lässt.39 ich habe die worle lieber für eine langzeile genommen als auf diezweite Hälfte von 38 und die erste von 39 verteilt, da eine lücke hinlerorte wohl denkbar ist, nicht aber hinler spaber, wo dem gedanken nach