II DAS HILIJEISRANDSLIED 17
Judith 221 oder der Elene 117 fläna setiras, Beöv. 3116 isern-scure,ponne siraela storm usw., GMldc 1116 hildescürum flacor flänpracu oderin den ahn. formein eggja, hialma, stäla, väpna skürir und den compo-silis almsktir, hialmskür, skotsktir. durch den formelhaften gebrauchstumpft sich der begriff von 'weller, schauer' allmählich ab: dem scürkommt strenggenommen das prädicat scarp kaum zu und setirum oderscürheard heifst das schwert nur, weil es sich im kämpf, in setirum, alshart bewährt, zuletzt bleibt in setirum nur der begriff der stärke undreißenden Schnelligkeit, cod. Eocon. 469, 24 sva peös voruld fared, setirumseynded and g'esceap dreöged; vgl. ags. firnum alls. firinum; ags. särumusw. 65 die sireilenden kämpfen zuerst zu pferde mit eingelegter lanze,in scharfen schauern: das prallt an den Schilden ab. dann treten siezusammen, es versieht sich nachdem sie vom pferde gestiegen, und hauenauf die schilde ein, bis diese klein werden, vor dem einhauen aberkonnten die schilde nicht zerspalten, daher ist staimbort chlubun, wieWackernagel 1S59 für chludun vermutete, unmöglich und ebenso chluttun,wie man nach gl. Hr. (Eckharl 2, 959") devallabant (l. divellebant) 264kluzun [überliefert ist shizun ahd. gl. 1, 101, 18] vermuten kann, vgl.Schindler wb. 2, 365. ist hier von den Schilden die rede und stecktin chludun ein verbum, so kann man höchstens an etwas ähnlichesdenken wie Judith 204 dynedon scildas, hlüde hlummon. aber auchstaimbort ist- unverständlich, mit steinen besetzte schilde sind im helden-aller unbekannt und unerweislich: die selbst unverständliche stelle Elene151 gibt dafür keinen beleg ab, noch auch stanfüt Valdere 2, 2 dafür,dass das compositum so aufgefassl werden kann, auch Wackernagelsneuste auslegung (Pfeiffers beitrage s. 224, wb. 1861) 'kampfschild' nachmhd. steim gewühl, gedränge [vgl. alln. slim, slima dän. stime, stinicnschwed. slim, summa) entbehrt jeder Sicherheit, dass in vier versen hinter-einander 64—67 von den Schilden die rede war, scheint nur möglich,wenn staimbortchludun, wie auch Lachmann annahm, ein compositumwar und das subjeel zu stöpun, dem dasselbe fehlt, wenn man nicht sonständert, s. anm. überhaupt aber hätte man stall der viermaligen er-wähnung der Schilde hier eher ericariet 'sie zogen die Schwerter, ergriffendie harten oder dgl. dass der kämpf mit dem lode Hadebrands endete,ergibt, wie ühland (Thor s. 207. 211—213) zeigte, die nordische sage,der die ältere deutsche Überlieferung nicht fremd blieb, und welche stelleder fabel im deutschen epos zukam, ward zs. 10, 179 bemerkt, fornald.sog. 2, 485 spricht der sterbende Hildibrandr Uitnakappi
Stendr nier at höftti hlff en broma:
eru bar laldir tigir ens Atta
manna peirra, er ek at mordi vard;
lifigr bar enn sväsi sonr at höfili,
eptirerfingi, er ek eiga gat,
fiviljanili aldrs synjadak, -ähnliche sagen und lieder andrer Völker vergleichen Grimm 1812 s. 7 7 f.und Uhland Schriften 1, 164/". 7, 547f.,- dazu Herrigs archiv 33, 257 ff.Germ. 10, 338.
DENKMÄLER II. 2