II DAS IIILDEBRANDSLIED
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heifsl nie 'zum zeugen anrufen , sondern släts 'zeigen, beweisen. 45Lachmann nahm vor diesem verse eine lücke an, weil er meinte s. 139,dass nach dem abschnitt, der mit 'tot ist Hildebrand, Herbrands söhnschliefst, Hildebrands rede v. 46—48 viel zu spät komme, aber wosie früher platz finden sollte, ist nicht abzusehen, im gegenteil ist siehier ganz am orte, nachdem Hildebrand sich nach v. 32 (s. zu 29)seinem söhn zu erkennen gegeben, reicht er ihm zum zeichen der huldund freundschafl goldne ringe dar. Hadebrand aber, der seinen vaterfür tot hält, sieht darin nur arglist und lücke, er meint, der alle Hünewolle ihn nur zu sich locken und mit seinem spere werfen: nur spitzegegen spitze, im kämpf will er die gäbe empfangen [dazu aber im hand-exemplar folgende bemerkung: inlahan im kämpf = nehmen, doch un-glaublich, vielmehr: wahr ist es, der sitle entspricht, s. Grimm beiLachmann, dass man gäbe spitze gegen spitze empfange, dass gäbe aufder schwert- oder lanzenspilze dargereicht und empfangen werde; aberdu bist dir, aller Htm usw.]. darauf kann Hildebrand, um den kämpfmit seinem söhn zu vermeiden, nur erwidern 'wohl sehe ich, dass dueinen guten herrn daheim hast und meiner gäbe nicht bedarfst; aberwenn du so streitlustig bist und gut nur durch Waffengewalt gewinnenwillst, so suche dir einen andern gegner, du findest noch ebenso vor-nehme wie ich bin, und erprobe an denen deine kraft und dein glück.'hier zeigt sich, dass die v. 46—48 und 55—57 zu einer und derselbenrede und wohl unmittelbar zusammen gehören, ohne zweifei rief dieähnliche adversative anknüpfung von 58 der si doli nu argösto — die,wenn man umstellt doli si der nu, noch ähnlicher wird — dem schreibet-die v. 55—57 doli mahl du nu aodlihlio usw. ins gedächtnis zurück,die ihm an ihrem orte v. 48 entfallen waren, nach 57 fehlt wohlnur 'suche dir einen andern' und dann der gegensalz zur letzten halb-zeile 'nicht ist recht, dass fechte ein vater mit seinem söhne', wenn nichtschon ein vers der arl auf 32 folgte. Hadebrand konnte auf den ver-such Hildebrands, ihn auf einen andern abzulenken, nach dem Vorwurfder tücke, nur noch mit dem der feigheil oder furchtsamkeil antworten,und dass er dies getan und selbst vielleicht das schlimme wort arg (RA.644 f. Wilda slrafrechl s. 7 87. 7 89) gebraucht hat, erhellt aus derletzten rede des allen, nur 54 und 58 schließen sich hier richtig undgut an einander: 55—57 unterbrechen den Zusammenhang, da sie ebenden versuch enthalten, Hadebrand zu einem kämpf mit einem andern zubewegen, bringt man sie aber mit 46—48 zusammen, so gewinnen wirdie ganze, richtige folge der gedanken und die einfache und doch kunst-reiche, dramatische anläge des liedes (s. zu 29) ist klar, dass 46—48und 55—57 zu verbinden seien, hat auch Kilofmann in den Münchnergel. anz. 1855 nr. 6. 7 s. 54—58 gesehen, aber er gieng darin fehl,dass er sie (gegen v. 45 und gegen v. 56. 57) dem Hadebrand in deninund legte — der irrtum wird auch durch die später (Münchner gel.unz. 1S60 nr. 24) vorgeschlagene änderung nicht besser —, und dass**• dann diese rede ganz gegen den Zusammenhang von 54 und 58 hier'» die rede Hildebrands einschob, auf die zeichen am rande der hs.