12 II DAS HILDEBRANDSLIED
folgte (s. exc), und entweder stöpun dö ti oder dö slöpun sie tö (li) zulesen (Germ. 9, 3IC), staiffibort clilüdun L. 68 Kllofmann (Münchnergel. anz. 1860 nr. 24) verglich ags. vaemn veemnian stall vaepen veepuian.
Über die sprachliche gestellt, die heiniat und das aller des gedichtss. vorrede s. vaif. den text habe ich im wesentlichen, icie ihn Lach-mann aufgestellt, wiederholt und darin nur einige änderungen vorgenommen,die mir unzweifelhafte Verbesserungen schienen; ebenso in der anmerkungalles, was sich für die erläulerung des einzelnen seit 1833 ergeben hatund als gewinn zu betrachten ist, aufgeführt, man kann an einzelnenpunkten wohl anderer meinung sein als Lachmann und zweifeln, ob ergerade das richtige getroffen hat, wird aber nach unbefangener Über-legung zugeben müssen, dass bei dem stände der Überlieferung eine andereenlscheidung auf höhere Wahrscheinlichkeit keinen anspruch hat. werdie all- und angelsächsische poesie zu seinem mafsstab nimmt, solltebilliger weise von ihrer verskunsl genaue kenninis haben und nochweniger dinge, wie den widerstreit von vers- und salzabteilung, die Lach-oeomann schon aus dem Heliand belegte, in abrede stellen, die vergleichungpunkt für punkl durchgeführt, ergibt bei aller Übereinstimmung dochgenug des eigentümlichen für das denkmal, wie klein es ist. wo kämein ags. poesie je ein so loser Übergang in die rede wie v. 35 vor? einmehr oder weniger der änderungen als Lachmann mit guten gründen imhandschriftlichen text vorgenommen führt, stall zu der einsieht in diewahrhaft überlieferte gestalt des gedicktes, immer nur zu leicht darüberhinaus ins bodentose oder wüste, nebst einer erörterung der anläge desganzen sollen hier nur noch einige vorschlage für die bessere Unord-nung einiger stellen gegeben und zugleich unbegründete erlilärungen, fürdie bedeutende auloritälen sieh ausgesprochen haben oder sonst einegewisse Vorliebe sich gellend macht, zurückgewiesen werden. 2 stall
urhettun soll in der hs. nach Grein urheitun stehen; doch ist nach seinemeigenen faesimile und Sievers Zeugnis nur der Querstrich über dem erstent etwas erloschen, ein i und der grundslrich eines t in der hs. gar nichtzu verwechseln, und da der Schreiber überall für hd. z oder zz im inlaultt schrieb, aufser in ninolin, wo er das wort auf zwei Zeilen zu ver-teilen halte, [und sceotanlero 51,] so kann er an urlieilun gar nicht ge-dacht haben, dies soll jedoch ein Substantiv und zwar nach Germ. 9, 308ags. oretta sein, obgleich orelta und das verbüm oretlan, wie onettanahd. anazzan lehrt, nur eine ableilung von der praeposition ist und dievon JGrimm zu Andreas 463 hingeworfene deulung durch ahd. urheizjeglicher stütze einer analogie im ags. entbehrt, aufserdem soll muotinverbum und zwar geschwächt aus muolun sein. Rieger aber vergisstein zweites beispiel der Schwächung aus gleich alten quellen beizubringenund scheint durch seine berufwng auf banin und banuu in 54. 52 alseinen analogen fall nur zu verraten, dass ihm der unterschied des ahd.schwachen dalivs und aecusativs masc. nicht geläufig ist. es bleibt da-her dabei, dass urbeltun verbum ist, und das schlauchförmige enön kannin Verbindung mit nmoli 'begegnung' allerdings nur die gesteigerte be-