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I DAS WESSOBRUKNEB GEBET
plex swrgel hat nicht die hier erforderliche specielle bedeulung 'Stern',es läge nahe, nohheinig zur vorhergellenden zeile zu ziehen und nachpaum einzusetzen: aber dann fehlte zu noli sunna ni seein der correspon-dierende halbvers; und wiederum zwei versc nacheinander mit nohheinigzu schliefsen, wie vdllellen tut (noli paum nohheinig noh pereg ni unas,noli suigli tungal nohheinig), wäre wenig schön. ■ — Müllenhoffs zweiteslr. setzt etwas voraus , will man nicht die zurückverweisenden darstreichen, sichere spuren sächsischer abfassung, falls man nicht enteoni uuenteo hierher rechnet, sind allerdings nicht vorhanden, aber auchkeine, welche dawider zeugen, wunderbar wäre jedoch, dass der Schreiberdes Wessobrunner codex oder vielmehr der seiner vorläge die anfangezweier die wellschö'pfung behandelnder gedichle verschiedener provenienzgekannt und von beiden gerade die erste Strophe mitgeteilt haben sollte,und dass diese zwei Strophen sich lückenlos und durchaus passend ein-ander anschließen: unbedingt müsle ich da Müllenhoffs älterer ansieht(oben s. 255) den Vorzug geben, dass z. 6—9 die hd. forlsetzung vonz. 1—5 bilden, z. 6—9 sind zweifellos christlich, aber auch in z. 1—5kann für heidnischen Ursprung höchstens die berufung auf die kündeunter den menschen gellend gemacht werden, ebenso beginnen die ags.geistlichen gedickte gern mit dem verb gefrignan 'fando aeeipere', undberufen sich nicht auf bibel oder theologen: es scheint mir irrelevant,ob gafregin allein oder niil lirahim dabei steht, dieser zusatz bringt keinneues momenl zu der Vorstellung hinzu. — dass in der letzten parlieMüllenhoff mit unrecht einen poetischen versuch erblickte — schlechthinunmöglich ist Wilkens reconstruclion zs. f. d. phil. 4, 314 —, gibt heulewohl jeder zu: es ist ein prosaisches stück, in welches zwei verse auseinem beliebten gebete eingemischt wurden. — hinsichtlich der drei grofsenrot betupften anfangsbuchslaben, denen Müllenhoff und Scherer für diekritik besonderen wert beimafsen, stimme ich durchaus vdllellen zu: dieanfange der drei salze, aus denen das ganze besieht, sollten damit be-zeichnet icerden.l
II DAS lllLDEBHANnSLIED.
Cod. theol. fol. 54 der landesbibliolhek zu Cassel, mit der allenSignatur über sapionliae XXXVII (nicht XXXVIII) ord. 1Ü, 7 6 bl. kleinfol., im VJII/IX jh. wahrscheinlich in Fulda geschrieben, das lied stehtauf bl. 1" und 7 6 1 ' ton zwei gleich alten händen wie prosa geschriebenmit unregelmäßiger Interpunktion. JGabEckharl commenlarii de rebusFranciae orientalis, Wirceburgi MDCCXX1X, 1,864—902: Fragmenlumfabulae romanlicae, saxonica dialecto seculo VI11 conscriplae. die brüderGrimm das lied von llildebrand und Uadubrand, Cassel 1812, 1—79.WGrimm de llildebrando anliquissimi carminis leulonici fragmen-lum, Gollingae 1830. KLachmann über das Hildebrandslied in denhistorisch• philologischen abhandlungen der Berliner akademie 1833,123—162. WWackemagel alldeutsches lesebuch, Basel 1839, 63—68;