I DAS WESSOBRUNNER GEHET /
LXXI1I, 20 f. LXVII, 17 f. ergibt, der compilalor behielt sogar aus einemmetrischen gebet ähnliches Inhalts, das Scherer mit hilfe des fränkischenLVI11 reconslruierle, zwei durch reim und allilleralion gebundene, ganzrichtig gebaute verszeilen 12. 13 bei, war aber des Versbaues so un-kundig, dass er ihnen hinten und vorn 11.14 noch einige worte anfügte,womit das mafs der verse um je zwei hebungen überschritten ward, einunvers ist auch die halbzeile 9, 2, und nicht minder sind 15, 1.2 nachhochdeutschem mafse überladen, aber dass er verse machen wollte, er-hellt aus seinem bemühen, die allilleralion durchzuführen, die freilichz. 15 misriel, weil uuidar in der verbalcomposition nur minder betontist (Lachmann ahd. belonung s. 240 f.). da in der inlerpolalion derbeiden ersten fragmenle dasselbe technische Ungeschick sich zeigt, so istnicht zu bezweifeln, dass der Verfasser des gebeis auch der inlerpolalorund erste aufzeichner jener stücke ist. 12 über in cum acc. in ad-
verbialen formein Graff 1, 293/".
[Ausgehend von der praemisse, dass die zeile Dat ero ni uuas nohüfhimil nur einen halbfers bilden könne, gelangle Müllenhoff für dievordere hälfle seiner ersten Strophe folgerichtig zur annähme des lioita-hdtts, den er dann auf grund minder stichhaltiger argumente auch indem resl der Strophe durchzuführen trachtete, aber Dat ero ni unas nohÜfhimil ist ein correcter langvers, bestehend aus einer halbzeile des tgpus Uund einer des gekürzten tgpus C. damit entfällt jede notwendigkeil, dassonst der ahd. und alls. poesie fremde melrum hier oder vollends mitMöller zur ahd. allillerationspoesie 1888 s. 51 f. auch in der folgendenslr. zu statuieren, unabhängig davon ist die frage, ob die Worte nohpaum noh pereg ni uuas echt sind, bedenken erwecken sie in der lat.denn tiimmt man mit Müllenhoff an, dass der erste teil zwei gedankenausdrücken sollte: 1) die sichtbare well existierte nicht, 2) es herschledunkel, so durfte nicht blofs die erde mit detail ausgestaltet werden;fasst man aber mit Wackcrnagel (zs. f. d. phil. 1, 295) bäum und bergals ausführung der erde, sterne, sonne, mond als ausführung des himmels,so schleppt das meer nach, indes ein anwohner der see konnte wohldas meer als drittes dem himmel und der erde hinzufügen und als ihmbedeutsamstes an das ende der aufzählung stellen, gehörte der versvon anfang an zu dem gedichle, so bedarf er einer ergänzung, welchefreilich in Greins noh pulga (Germ. 10, 310) oder gar in Pipers nohpah nicht gefunden werden kann, auch Wackernagels noh stein, demmuspilli entnommen, befriedigt darum nicht, weil es neben pereg nichtsneues bietet, gegen Eögels ansprechende Vermutung, es habe noh paumni slönt (alls. stört) geheifsen, muss ich einwenden, dass sonst jede lang-zeile dieser negativen Schilderung nur ein verbum enthält, alle glieder deraufzählung sind mit noh aneinandergereiht, jede halbzeile von der viertenan beginnt mit der parlikel: darum teile ich die unvollstätidige zeileni nohheinig unter tilgung des aus ni uuas vielleicht nur wiederholtenni (vgl. auch den zusatz von ni z. 6) in noh einig und nehme dazwischeneine lücke an, die ich am ehesten mit Eögels swegelstern ausfüllen möchte;denn MüllenhofJ's suigli slerro häuft die s-anlaute und Wackernagels sim-