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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
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69nicht entgehen können und dürfen, daß von den zur Sprachegebrachten Entwürfen der Eine, im Jahre 1826 vorgelegt undwenn mich mein Auge nicht getäuscht hat von der Handunseres um die Geschichte Düsseldorfs so verdienten Lacombletgeschrieben, also lautet: Johanni Guilielmo. Com. Pal. Rhen.Bav. Jul. Cliv. Mont Duci, Principi de hac civitate olimoptime, merito, urbis amplificatori, et Pinacothecae Fundatorihoc monumentum Cives posuerunt A. MDCCV. Also selbstüber das Jahr der Errichtung war der Verfasser dieser Inschriftungewiß, und bei seiner Annahme des Jahres 1705 konnte folge-recht von dem Archidapifer noch keine Rede sein, welche WürdeJohann Wilhelm erst 1708 mit der Bayerischen Kur erhielt.Das bedeutungsvolle Wörtchenolim ist aber der schlagendsteBeweis, daß von einer alten Inschrift, welche benutzt wordenwäre, nicht die Rede sein kann. Die jetzige Inschrift, durchVerfügung der Königlichen Regierung vom 6. August 1830festgestellt, hat als Jahreszahl 1711, folglich fand auch darinder Archidapiter seinen Platz.Alles dieses mußte der Kritiker kennen, als ernach Beseitigung der elementaren Hindernisse die Akten durch-gesehen hatte. Nichtsdestoweniger beharrt er auch später nochauf seiner Behauptung, daßdiese auf dem Monument vor-handene, theils verwitterte Lapidarinschrift . . . . . . schließlichwieder angebracht worden sei, und hierauf allein basirensich die Vorwürfe, daß ich die Identität der jetzigen Inschriftsogar unter den Vorwurf der Urkundenfälschung gestellt habeso wie das gegen mich geschleuderte Verdammungsurtheil vonderwissenschaftlichen Verwerflichkeit meiner WissenschaftAus den eben angeführten Gründen läßt sich demnach dasJahr der Errichtung des Denkmals ebenfalls noch anfechten.In meinem Vortrage ſprach ich die Vermuthung aus, daßder Kurfürst, bei seiner Rückkehr aus Frankfurt im Winter 1711damit gleichsam überrascht worden sei. Zu dieser Vermuthungveranlaßte mich nämlich die Erwägung, daß dieser Moment, woJohann Wilhelm, als Reichsvikar auf der höchsten Stufe derReichswürden stehend, eben die Kaiserkrönung vollzogen hatte,der Geeignetste gewesen sei, zur Verherrlichung dieses wichtigenEreignisses. Die eben erwähnten Schaumünzen mit der Jahres-