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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
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74Verherrlichung seiner Person und Würde, und Verschönerung desMarktplatzes durch ein Kunstwerk. Dieser lockenden Versuchunghat Johann Wilhelm nicht widerstehen können.Weit entfernt, Anderen meine Ansicht als die richtige auf-dringen zu wollen, muß ich doch an derselben festhalten, bis nähereund authentische Beweise für die entgegengesetzte Annahme aufge-funden sind. Eins nur muß ich noch anführen, daß nemlich vielein die Geschichte unserer Stadt tief eingedrungene Männer, welchejahrelange sorgfältige Forschungen angestellt, und eine MengeMaterial gesammelt haben, mit meiner Ansicht über den Ursprungdes Reiterstandbildes ganz einverstanden sind. Namen will ichnicht nennen, um diese Herren nicht auch den wuchtigen kritischenKeulenschlägen auszusetzen, mit welchen ich von dem strengen Kri-tiker H. so reichlich überschüttet worden bin.Schlußbemerkung.Wenn ich auch in der Einleitung zu der vorliegenden histo-rischen und kritischen Abhandlung mich über den eigentlichenZweck derselben schon andeutend ausgesprochen habe, so mögeder geneigte Leser es mir vergönnen, in einer Schlußbemerkungnoch einmal darauf zurückzukommen.Ganz richtig sagt der Verfasser derdrei Studien in seinemVorworte, daßein unbefangenes, lebensvolles Geschichtsbildüber Johann Wilhelm bis jetzt noch nicht vorhanden sei. Wasbisher über diesen Fürsten im Druck herausgegeben worden ist,hat zum größten Theile seine Quelle gefunden in den Aufzeich-nungen seiner Apologeten, und mußte deshalb sehr einseitigbleiben. Die neuere Forschung begnügt sich aber damit nichtmehr; sie geht auf eine frischere und lebendigere Quelle aufdie Archive zurück, und findet dort Material, dessen Sichtungund Verarbeitung erst zu einer klaren und unparteiischen Dar-stellung einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Persönlichkeitführen kann.Zu einer umfassenden, wirklichpragmatischen Geschichte