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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
Seite
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58Wahrheit, der nur die natürliche Schwachheit hat, seinem Feuer-eifer und seiner Liebe nicht Einhalt zu thun und in Hyperbelnbis zur Bewunderung den Fürsten als Weltgott inden dritten Himmel entschweben läßt 2c. Nun! wennder Kritiker selbst diese Ansicht von seinembewährtesten Chro-nisten und Spezialhistoriker hegt, welche ich, beiläufig gesagt,vollkommen theile, so wird er darin wohl auch eine Entschul-digung für mich finden müssen, daß ich diese Quelle nicht fürmaßgebend hielt zu einer wirklichen und wahren CharakteristikJohann Wilhelms. Von neueren Schriften habe ich nur L.Häussers Geschichte der Rheinischen Pfalz benutzt, auf welcheich später zurückkommen werde.Die im 1. Kapitelzur Geschichte angegebenen historischenThatsachen sind aus dem Manuscripte meines Vortrages wörtlichentnommen. Sie sind die Ausbeute meiner Studien, und durchderen vorliegende Veröffentlichung genüge ich gewissermaßen derMahnung des Kritikers zur Offenlegung des Manuscripts, wennauch nur theilweise. Allerdings hatte ich in meiner ersten Er-widerung ihm die Einsicht des Manuscripts zur Verfügung ge-stellt; als aber die Kritik in ihrem ferneren Verlauf mir soscharf zu Leibe ging, fiel mir noch rechtzeitig der Ausspruch jenesfranzösischen Rabulisten ein:man gebe mir von einem Mannenur zwei Zeilen schriftlich, und ich bringe ihn an den Galgen.Ich zog also mein Anerbieten zurück, mir die Veröffentlichungfür gelegenere Zeit und in entsprechenderer Weise aufsparend.Es ist mir durchaus nicht in den Sinn gekommen,halbabsichtslos, halb tendentiös wahre Geschichte zu machen; imGegentheil, ich habe nur Thatsachen in das richtige Licht stellenwollen, welche gerade durch die Apologeten à la Brosiiannales unrichtig und falsch beleuchtet worden sind. Wie manaber Geschichte macht, davon hat uns der Kritiker in seinervorliegendenhistorisch=pragmatischen Federzeichnung die schönstenund besten Beweise geliefert, durch die romantische Erzählung*) Der Anfang dazu ist gemacht, indem im nächsten Bande der Zeitschriftdes bergischen Geschichtsvereins der erste Abschnitt:Johann Wilhelms Jugend-jahre bis zum Antritt der Regentschaft, zum Abdruck kommen wird.