56gesetzt und namentlich durch den Tadel, den ich über JohannWilhelms Verhalten bezüglich der Ryswicker=Friedens=Klauselausgesprochen, mich auf einen „längst in unserem intelligentenprotestantischen Berglande überwundenen religiös = politischenStandpunkt“ gestellt habe. Es wird mir also indirekt eineVerletzung des confessionellen Friedens, eine Nichtachtung derreligiösen Gefühle der Katholiken zugeschrieben.4. Werden meine Angaben und Ansichten über die Er-richtung des Reiterstandbildes und dessen Inschrift in aller FormRechtens verurtheilt, indem der Kritiker, nach Entwickelung seinerAuffassung den Spruch also formulirt: „Aus diesen Gründenerkläre ich die neue Wissenschaft des Stadtverordneten Obristvon Schaumburg bezüglich des Denkmals der Reiterstatue hier-durch für wissenschaftlich verwerflich.“Dies wären die „vier Punkte“, um welche es sich haupt-sächlich handelt. Was der Kritiker über meine Person, meineStellung als Stadtverordneter und als Mitglied der Regierungs-Commission in Sachen der Bildergalerie, mit in die Debattehineingezogen hat, betrachte ich als Nebensache, und übergehe essoviel als möglich. Dafür aber, daß er sogar so freundlichgewesen ist, mich „an den Toilettespiegel zur phrenologischenUntersuchung und Erkenntniß geleiten zu wollen,“ bin ich ihmsehr dankbar, da Selbst=Erkenntniß zu den hervorragendstenTugenden des Menschen gehört, leider! aber nur zu wenigbeachtet wird.Bevor ich jedoch auf die Widerlegung obiger Anklagen ein-gehe, dürfte vorher noch eine sehr wichtige und wesentliche Fragezu erledigen ſein.Es ist mir nämlich von sehr glaubwürdiger Seite mitge-theilt werden, daß der Kritiker H. meinen beiden Vorträgen inder Tonhalle nicht persönlich beigewohnt, mithin dieselbengar nicht gehört habe.*) Obgleich schon in der ersten Kritikmir Worte in den Mund gelegt wurden, welche ich gar nichtgesprochen hatte, wollte ich dennoch dieser angeblichen Nicht-) In Bezug auf die zweite Vorlesung, am 16. April 1867, ist mirdies von mehreren Anwesenden bestätigt und als ganz gewiß angegeben worden;für die erste Vorlesung, am 9. April, liegt mir nur eine Aussage vor.
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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
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