47der spanische Vice=König ihn durch den Herzog del Isola be-grüßen und ihm Wagen und Pferde zur Verfügung stellen ließ.Am 4. März wurde ein Ausflug nach dem Vesuv unternommen.Den Schluß der Festlichkeiten, welche dem Prinzen in Neapelgeboten worden waren, bildete ein feierlicher Rede=Akt im Je-suiten=Collegium, und die Lobsprüche und Schmeicheleien, welchedem noch nicht 18jährigen Fürstensohne ins Gesicht gesagt wur-den, überstiegen Alles bis dahin Dagewesene. So sagte u. A.ein französischer Redner: „Nous admirons en Votre AugustePersonne toutes les vertus qui ont accompli les grands hérosde l’antiquité, et pour essayer de faire en trois mots VotrePanégyrique, nous pourrons dire de Votre Altesse, qu'avecl’ame de César possédant la fortune d’Alexandre, Elle aencone la bonne mine et la jeunesse d’AchilleMitte März 1676 kehrte Johann Wilhelm über die be-rühmte Abtei Monte=Cassini nach Rom zurück, um dort dasOsterfest zu feiern. Schon am 25. März, dem Feste MariäVerkündigung, wohnte er dem unter dem Namen Cavalcadabekannten Feierlichkeit bei, und besuchte in der Charwoche sämmt-liche Kirchen Roms, war am Charfreilage bei der erhabenenFeierlichkeit der Fußwaschung im Vatikan gegenwärtig und feiertedann das Osterfest in streng kirchlichem Sinne. Vom heiligenVater mit dessen besten Segenswünschen entlassen, und reich be-schenkt mit geweihten Rosenkränzen und kostbaren Münzen, ver-ließ der Prinz am 16. April die ewige Stadt und zog wiedernordwärts der Heimath zu. Livorno und Pisa waren die näch-sten Reiseziele, dann ging er über Lucca und Pistoja nachFlorenz, wo er seine Ankunft bereits von Poggibonsi aus hatteansagen lassen.Am Hofe des Großherzogs von Etrurien, Cosmos III. vonMedici waltete zwar nicht mehr die einst so kräftige Regierungder früheren Mediceer, aber es war noch genug des ehemaligen Glanzes übrig geblieben, welcher jetzt in den Vordergrundtrat, um die Schwäche der Regierung mit einem schimmerndenGewande zu umhüllen. Hier wie überall fand der junge Prinzdenn auch eine entgegenkommendste Aufnahme und das Bestreben,durch glänzende Feste seine Anwesenheit zu feiern. Die Besich-tigung der noch aus der früheren Glanzperiode vorhandenen
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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
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