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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
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46Kutschen entgegengeschickt hatte. Am 27. November 1675 hielter durch die Engelspforte seinen Einzug in Rom und stieg ineinem Pallaste ab, den ihm die Familie Spada zur Verfügunggestellt hatte.Schon am anderen Tage Vormittags machte der P. deNoyelle, Assistent der Germanischen Jesuiten=Provinz, dem Prin-zen seine Aufwartung, und Nachmittags folgte der P. Olivaselbst. Den Cardinälen ließ er seine Ankunft durch den Frei-herrn von Wachtendonk, den in Rom accreditirten Gesandtenfremder Mächte durch Freiherrn von Goltstein anzeigen. Den29. November fand die Vorstellung des Prinzen bei dem heiligenVater statt. Clemens X., ein würdiger Greis, ließ durch denCeremonienmeister den Besuchenden an der Treppe empfangen,hob den kniebeugend sich nahenden Prinzen, welcher nach üb-lichem Ceremoniell das auf dem Pantoffel befindliche Kreuz ge-küßt hatte, freundlich auf, ließ ihm zu seiner Seite einen Sesselanweisen und unterhielt sich lange Zeit aufs Freundlichste mitihm. Auch der in Rom lebenden Königin Christine von Schwe-den, welcher der Vater ihn ebenfalls schon früher empfohlenhatte, machte Johann Wilhelm einen Besuch, so wie den sämmt-lichen Cardinälen, von denen er mit nicht geringerer Zuvorkom-menheit aufgenommen und mit ausgesuchten Speisen und Weinenund mit Wagen und Pferden reichlich versehen wurde.Während des jetzigen dreimonatlichen Aufenthalts in Romnahm Johann Wilhelm alles Sehenswerthe in Augenschein,wobei ihm, nach dem Bericht des P. Packenius, die Kirchen undKlöster das größte Interesse einflößten. Das in diesem Jahrestattfindende Jubiläum und das Weihnachtsfest riefen besonderspompöse Kirchenfeierlichkeiten hervor, von denen er sehr einge-nommen wurde. Besuche in den prachtvollen Villen der Rö-mischen Großen und Ausflüge nach Tivoli, Frascati undAlbano bildeten eine angenehme Abwechselung mit dem Festes-leben in der Stadt.Ende Februar 1676 wurden die nöthigen Abschiedsbesuchegemacht und der Prinz verließ mit seinem Gefolge Rom zu einerReise nach Neapel. Hier nahm er wiederum sein Absteigequar-tier im Jesuiten=Collegium, beabsichtigte zwar äußerlich dasIncognito zu bewahren, konnte es jedoch nicht verhindern, daß