44dem jungen Prinzen stets eine besondere Aufmerksamkeit gewidmetwurde. Gegen Mitte Mai 1675 traf der Freiherr PhilippChristoph von Nesselrode=Ehreshoven in Paris ein, um aufBefehl Philipp Wilhelms den jungen Prinzen nach England zuführen.Die Reise von Paris nach Calais war für die Reisendenmit nicht geringeren Auszeichnungen verknüpft. In allen Städtenwar festlicher Empfang vorbereitet, und auf Befehl des Königserwiesen die Gouverneure der Festungen dem jungen Prinzenfast königliche Ehren. In Calais lag eine vom Könige vonEngland hinübergesendete prachtvolle Yacht zu seiner Aufnahmebereit, und nach glücklicher Ueberfahrt nach der Themsemündunglandeten die Reisenden am 21. Mai in London, wo Carl II.dem Prinzen eine glänzend ausgestattete Wohnung angewiesenhatte.Der sechswöchentliche Aufenthalt in England war ebenfallseine fortgesetzte Reihe von Festlichkeiten, zu Ehren des Prinzenveranstaltet, deren Pracht fast diejenige des Pariser Hofes nochübertraf. Der König, die Königin, der Herzog von York, vonMonmouth, Ormond, Norfolk und alle Großen des Hofes be-eiferten sich, dem Gaste die größte Aufmerksamkeit und Ehre zuerweisen. Die Universität Oxford, welche er im Juni besuchte,feierte seine Anwesenheit in einem weitschweifigen lateinischenPanegyrikus und verlieh ihm den Doctorhut. Nachdem er inLondon noch einer Sitzung des Parlaments beigewohnt und dannseinerseits dem Könige und dem Hofe ein glänzendes Fest ggeben hatte, verabschiedete er sich bei der Königlichen Familie, beiwelcher Gelegenheit ihm Karl II. einen kostbaren Brillantringan den Finger steckte, und ging in Königlichen Sechsspännernüber Rochester und Canterbury wieder nach Dover, wo abermalseine Königliche Dacht für ihn bereit lag, um ihn nach Dieppeüberzuführen.Mehr als drei Monate durchzog nun der Prinz das mittlereund westliche Frankreich, ohne jedoch Paris wieder zu berühren.In Rouen und Orleans stieg er in den Jesuiten=Collegien ab,welche ihm zu Ehren es auch nicht an Festlichkeiten fehlen ließen,und namentlich in feierlichen Redeakten sein Lob in allen todtenund lebenden Sprachen verkündeten. Rennes, Nantes, die Vendee,
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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
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