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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
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11Aufenthalt der neuvermählten Königin von Portugal, einerSchwester Johann Wilhelms, in Düsseldorf gefeiert wurden.Aus Antwerpen wurden kostbareTapezereien verschrieben,und aus Paris kamen ganze Wagenladungen mit werthvollenServicen und Meubles; der Amtmann von Sittard erhielt dieamtliche Weisung, die ankommenden Kisten sofort in bedecktenWagen nach Düsseldorf transportiren zu lassen. Die gesammteBergische und Jülich'sche Ritterschaft war aufgeboten in Düssel-dorf zu erscheinen, wo sie nach den noch vorhandenen Gast-hofsrechnungen auf Kosten des Fürsten verpflegt wurden.Dies Alles fällt in die Zeit der Regentschaft.Nach dem wirklichen Regierungsantritt Johann Wilhelms1690, und nach seiner zweiten Vermählung mit der ItalienischenPrinzessin 1691, nahm dieser Luxus am Hofe steigende Pro-gressionen an. DerFederzeichner erwähnt ganz richtig, daßes das Bestreben des Fürsten gewesen sei,die geliebte Gemalinden Tausch des weltherrlichen, ewig lachenden Florenz mit derbescheidenen aber herzlich frohen lachenden Residenz Düsseldorfvergessen zu machen. Daran schließt sich Note 51InDüsseldorf war es zu keiner Zeit düster, immerdar heiter,allezeit fröhlich, welche direct gegen mich gerichtet ist. Nunhabe ich aber in dem so sehr angefeindeten Vortrage, bei Er-wähnung des gleichen Motives nur den Gegensatz zwischenFlorenz und Düsseldorf etwas stärker betont, indem ich die letztereStadt schilderte alsdamals nichts weniger als schön, mit ihrenzum Theil noch ungepflasterten Straßen und dem alten finsterenSchlosse. Alle Berichte der Touristen aus jener Zeit bestätigenden damals wenig freundlichen Zustand der Stadt, und wennwir in einem Berichte sogar lesen: die Häuser sehen beinaheschwarz aus und hätten es nöthig einmal in die Wäsche gesetztzu werden! so kann man doch zu dem Glauben kommen, daß esin Düsseldorf damals etwas düster ausgesehen habe. Der Vor-wurf kann mich aber um so weniger treffen, als ich diese Be-zeichnung gar nicht gebraucht habe.Hier haben wir nun auch bald die ersten Spuren der Bilder-galerie zu suchen. Der Verfasser derhistorisch=pragmatischenFederzeichnung erzählt über deren Entstehen und allmäligesWachsen Ausführliches, sowohl in Studie I. als auch in Studie II.