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Des Dominicaners Jo. Nederhoff Cronica Tremoniensium
Entstehung
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Denn fassen wir jetzt den Inhalt der Schrift näher ins Auge,so lässt sich zwar eine durchdachte Anordnung und ge-schickte Behandlung des Stoffes nicht verkennen, die be-nutzten Quellen hingegen erweisen sich für den weitausgrössten Theil der Geschichte als durchaus unzulänglich.Was zunächst die Disposition betrifft, so holt der Verfassernach der Sitte seiner Vorgänger weit aus und berührt zu-vörderst nach einigen einleitenden Bemerkungen in einemallgemeinen Theile, vom Allgemeinsten zum weniger Allge-meinen und zum Besonderen fortschreitend, nach dem Erd-kreise den Erdtheil Europa, das deutsche Land, die ProvinzWestphalen und die Grafschaft Mark bis zu der hierin ge-legenen Stadt Dortmund (1—6). Seinem Thema näher ge-rückt, behandelt er von da an im besonderen die Vergangen-heit Dortmunds, und zwar

1. Die Stadt in vorchristlicher Zeit (6—13).

2. Die muthmassliche Bekehrung ihrer Bewohner zu-gleich mit dem übrigen Sachsen:

a. Durch das Wort Gottes (13—15);

b. Durch das Schwert (15-30).

3. Das christliche Dortmund:

a. Bis zur Entstehung der Grafschaft Mark(31—37).

b. Seit dieser Zeit (38 bis zu Ende).

Lässt sich so allerdings ein durchgehender Plan in derAnlage des Werkes nicht verkennen, so ergiebt doch ander-seits eine genauere Betrachtung der ungleichmässigen Aus-führung die Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeit nicht zurVollendung gediehen, sondern nur zu einer allmählichenErgänzung bestimmt gewesen ist. Es zeigt sich nämlicheinmal in der letzten Hälfte des Buches, etwa von S. 36 an,ein auffallender Mangel an derjenigen Rhetorik, welche dievorhergehende Partie charakterisirt und den Stil unseresChronisten namentlich gegenüber seinen fremden Citatenund den späteren Interpolationen als einen trotz aller Bar-barismen eleganten erscheinen lässt. Oder liegt in der Art,