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und freueten uns über unsere Söhne in der Ferne und bei ihremBesuch. Ich lebte in der Erinnerung der verflossenen, und wiees mir vorkam, mit Blitzesschnelle vorübergegangenen Zeit undmeiner Wirksamkeit in derselben. Eine kleine Praxis fand sichdurch alte Familien, deren Hausarzt ich früher gewesen war, ein,und gewährte eine Zulage zu meiner mit 1250 Thlr. abgemessenenPension, wodurch es möglich wurde, noch ab und zu nach Emsins Bad reisen zu können. —
Mein Interesse für die weitere Entwickelung des Militair-Medicinalwesens, die nicht ausbleiben konnte, verliess mich nicht.Ich hatte mir während meiner Dienstzeit als Corpsarzt eine Mengevon Bemerkungen über Zustände in Folge der bisherigen Flickereiin der Organisation gemacht, und mit Ruhe und Unbefangenheitjetzt über dieselbe nachdenkend, hatte ich mir ein Bild entworfen,das ich als Resume über alle Branchen sich erstreckend im Zu-sammenhange zu Papier zu bringen wünschte, um es als Schluss-stein meiner reformatorischen Bestrebungen der Oeffentlichkeit zuübergeben. Die Arbeit war bis zum letzten Abschnitt vorgeschritten,als der Krieg Preussens gegen Oesterreich ausbrach, der, obgleichnur kurze Zeit dauernd, eine Beihe von Erfahrungen in Betreffder Pflege der Verwundeten und Kranken machen liess, die in dasgrosse Publicum übergingen und zu Tadel Veranlassung gaben.Ich vermochte diese Erfahrungen zu meiner Arbeit über den letztenAbschnitt, der das Feldlazareth-Wesen in sich schliesst, zu be-nutzen und dieselbe im Jahre 1867 zum Druck zu bringen, indemich hörte, dass in diesem Jahre auf Veranlassung der Königin inBerlin eine Conferenz von Ober-Militairärzten zur Berathung derendlichen Organisation des Militair-Medicinalwesens zusammenberufen würde. Der Druck der Schrift wurde so beschleunigt,dass dieselbe bei dem Zusammentritt der Conferenz zu Berlin imBuchhandel erschien unter dem Titel:
„Das Milit air-Medicinalwesen Preussens.Nach den Bedürfnissen der Gegenwart dar-gestellt." Darmstadt und Leipzig bei Eduard Zernin,1867.