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Organisation unter den obwaltenden Umständen und bei dem Mangelan den hierzu erforderlichen Geldern nicht zu erwarten war, sowandte ich meine literarische Thätigkeit nach der Demobilisirungdes achten Armee-Corps der Ausarbeitung einer Geschichte despreussischen Militair-Medicinalwesens zu, zu welchem Zweck ichbereits seit fünf Jahren manche Vorarbeiten gemacht hatte. Ichhabe mich, als das Werk am Ende des Jahres 1860 im Buch-handel unter dem Titel:
„Geschichte des Medicinalwesens der König-lichen preussischen Armee bis zur Gegenwart.Ein Beitrag zur Armee- und CulturgeschichtePreussens." Erlangen 1860; Verlag von F. Enke.IV und 415 S. gr. 8.erschienen war, oft selbst über den Muth gewundert, der dazu ge-hörte, in Coblenz, das von allen literarischen Hilfsquellen entblösstwar, dieses Unternehmen in für mich und Andere befriedigenderWeise zu Stande zu bringen und das grosse verschiedenartigeMaterial zu bewältigen. Ich verschaffte mir die Hilfsquellen hier-zu zum Theil aus den grossen Landes-Bibliotheken zu Bonn, Bres-lau und Berlin, und wurden mir aus dem Staatsarchiv mancheMittheilungen aus älterer Zeit gemacht. Die reichhaltige Literaturin dieser Schrift dient als Beweis, mit welcher Sorgsamkeit sieausgearbeitet ist, weshalb ich stolz auf dieselbe bin, zumal keinanderer Staat eine Geschichte des Militair-Medicinal-wesens aufzuweisen hat. Sie fand daher auch in den kritischenSchriften eine höchst günstige Würdigung und Aufnahme, wie ins-besondere die allgemeine medicinische Central-Zeitung vom 9. Ja-nuar 1861 beweist.