89zuweilen ist, so gefährlich sind dessen Folgen, wennes so unüberlegt und zur Unzeit angewandt wird.Es entstehen nemlich sodann Ohnmachten, Schlag-flüsse, schleunig tödtende Lungenentzündungen 2c.nach der verſchiedenen Diſposition der Organen undder verschiedenen Natur der verdorbenen Bluttheil-chen. Nicht selten füget, nachher der kalte Brandsich zu einem geringen Blutschwärchen, und der em-pyrische Arzt wird sodann mit allen seinen Pralereienganz stumm, und weiß gar nicht wie das zugehet.Wenn aber dergleichen tödtende Zufälle von denenauf solche Weise zurükgetriebenen häufigen faulenBluttheilen entstehen, dann ist es wohl gar nichtzu bewundern, daß das nemliche geschehen müsse,wenn ein Mensch, bei welchem auf oben beschriebeneWeise so viel Bluttheilchen in den Gefässen desUnterleibes oder sonsten verderben, durch irgend ei-ne äussere Ursache bis zu einem äussersten Gradegemartert wird. Denn da, wie der Hr. Geheim-rath Hofmann erwiesen hat 1), die kleinsten Blut-adern viel reitzbarer sind, als das Herz und diekleinſten Pulsadern; ſo folget, daß dieſe Blutadernſich während ſolcher Schmerzen ſchon viel eher zu-sammenziehen, und das in sich enthaltene verdorbe-ne Blut auf einmal in die übrige Masse der Säftepressen,1) Von der Empfindlichkeit und Reitzbarkeit der Theile,im 56. 57. und 58sten Abschnitt.
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Anweisung für Aerzte und Wundärzte, um bei gerichtlichen Untersuchungen vollständige Visa reperta zu liefern : und wie die Rechtsgelehrten wissen können, ob von Seiten der Ersteren das gehörige beobachtet worden
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