⸸56ſeren Hang zur Fäulung als beim andern; ja, dergrössere Hang des Verderbens der Säfte kann ineinem Menschen vor dem andern in einem gewissenbesondern Saft nur allein stärker seyn, z E. wennzwei, dem äusseren Ansehen nach gesund scheinendeMenschen, eine gleich tiefe Verletzung der Leberbekommen, so ist es leicht möglich, daß bei einemMenſchen die gallichten Theilchen eine gröſſere Rei-gung zur Fäulung haben, als beim andern. Ge-wiß ist es aber auch, daß je grösser die Neigung die-ser Theilchen zum Verderben ist, auch in gleichemMaaß alle Schwierigkeiten der Genesung wachsen,und bei einem gewissen Grad dieser Neigung zumVerderben, der Brand unvermeidlich seyn wird.Dieser Mensch würde also an der Verwundung derLeber sterben, und der andere von der nemlichenVerletzung genesen. Wenn ich aber für einen Au-genblik annehme, diese zwei Menschen bekämengleiche Verletzungen in den Lungen. Nun wärenaber die Lungen desjenigen, dessen gallichte Theil-chen einen grösseren Hang zur Fäulniß hätten, vielgesunder als die des andern; die Absonderung derverdorbenen Theilchen des Blutes, die bei jedemMenschen durch die Lungen geschehen muß, geschä-he bei diesem viel leichter und vollkommener, theilsdaß die verdorbenen Theilchen, welche durch die Lungenweggeschaffet werden, nicht den Grad der Fäulungerlanget haben, als bei dem andern, theils auch,daß die ausdünstenden Gefäßchen bei diesem nicht soreitzbar1
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Anweisung für Aerzte und Wundärzte, um bei gerichtlichen Untersuchungen vollständige Visa reperta zu liefern : und wie die Rechtsgelehrten wissen können, ob von Seiten der Ersteren das gehörige beobachtet worden
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