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Nach vollendetem Baue und des im Frühling 1823 darauf erfolgten Zusammentritts der hohen Stände,wo man sich besonders über die weit überschrittene ausgesetzt gewesene Bausumme in den Verhand-lungen laut aussprach, übergab ich dann folgende Erklärung Einer hohen Ständeversammlung:
Hochgeehrte Ständeversammtung \Vor zwei Jahren beehrte mich eine hohe Stände Versammlung mit dem Auftrag, den Bauplan zu einemangemessenen landständischen Gebäude zu entwerfen, und liess mich biezu durch einige Ständemitgliederaus ihrer Mitte besonders auffordern.
Herr Staatsrath Winter, als Mitbeauftragter, gab mir den verehrlichen Beschluss der zweiten Rammerüber das Bedürfniss dieses Gebäudes sowohl, als auch die zur Ausführung bestimmte Summe zu erkennen >und da nach der Zusicherung desselben, wie ich zu besorgen veranlasst War, kein zweiter Baumeister,welcher etwa schon einer hohen Ständeversammlung Pläne übergeben haben möchte, über welche ichsonst gerne mein pflichtmässiges Gutachten abgeben, oder aber auch, wenn es erforderlich wäre, dieselbencorrigiren wollte, zugezogen, und ich hierdurch nicht compromittirt würde, unterzog ich mich mitVergnügen diesem ehrenvollen Auftrage, um Einer hohen Ständeversammlung nach der Vorschrift,einen durch alle Theile wohlüberdachten Bauplan zu einem Ständegebäude zu entwerfen. Ich bemühtemich in der mir vorgeschriebenen kurzen Zeitfrist diesem hohen Verlangen zu entsprechen, und legteEiner hohen zweiten Rammer diesen Plan mit einem Vortrag, und einem aproximativen Ueberschlag, nachwelchem sich die Baukosten auf circa 65,ooo fL beliefen, vor, welcher im Wesentlichen dem Erfor-derniss für angemessen gefunden wurde. Die erste hohe Kammer setzte jedoch einige Theile an dem-selben aus, indem dieselbe den Saal der ersten Kammer nicht so gross und nicht zu ebener Erde, wiöin demselben, projectirt verlangte, und dabei auch den Ständesaal der zweiten Rammer nach meinemPlan umgekehrt zu haben wünschte, damit, wenn Seine Königliche Hoheit der Grossherzog in einemleierlichen Zug die Ständeversammlung eröffnen, Allerhöchstdieselben von dem Vorhofe in den Vorsaal $und dann von da in den Sländesaal in der Art eingeführt werden könne, dass alsdann der Thron denEingängen vis a vis im Fond stehe.
Nach diesem verehrlichen Ansinnen, wonach besonders der Saal der zweiten Rammer für die feierlicheEröffnung der hohen Landstände ein besseres Ansehen erhielt, wobei sich die Baukosten um mehrere1000 fl. erhöheten, weil die halbe Bundung des Saals nun nicht mehr gegen aussen, sondern gegen dasInnere des Gebäudes gekehrt werden musste, habe ich nachher den zweiten, und allgemein Von beidenRammern genehmigten Bauplan entworfen. Die Accorde wurden nach diesem Plane mit den einzelnenHandwerksleuten abgeschlossen, wobei es sich dann zeigte, dass die Ausführung und Herstellung desganzen Gebäudes, um die Summe von 72,000 fl. vollführt werden konnte. Nachdem nun der Grund-stein noch in demselben Spätjahre gelegt, und ein grosser Theil der Kellermauern nach diesem von Einerhohen Ständeversammlung approbirten Bauplan aus der Erde gebracht worden war, erhielt ich daraufim Frühjahr vorigen Jahres, wo mit der Exemtion des Baues wieder fortgefahren werden sollte, voneiner verehrlichen Commission des Sländehausbaues eine Zuschrift, worin es heisst: