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Der Hof des jetzigen Standehauses, ist nunmehr wegen des in denselben hineinspringenden Stiegenhausesund der Abtritte, um nichts besser als der Oekonomiehof eines gewöhnlichen Privatgebäudes anzuseilen,und der Eingang in die zweite Kammer scheint auch desshalb gar nicht gehörig beachtet worden zuseyn, weil man in denselben nur durch kleine Seitenthüren kommen, oder von der hintern Seite desHauses statt von vornen zu dem Haupteingang gelangen kann. Die Rundung des Ständesaales ist zwar,wie in meinem ersten Project, gegen aussen gekehrt, allein der Vorsaal, welchen ich daselbst anlegte,jetzt ausser Acht gelassen, was mir doch als etwas Wesentliches erscheint, indem man durch denVorsaal, wie in den Thron- und Ministeriaisaal des Palais Luxemburg in Paris, auf der Seite, in denHauptsaal, so wie ich solches in meinem ersten Plan angegeben hatte, treten kann, was freilich nichtso edel wie der Eingang in den Ständesaal der zAveiten Kammer in meinem zweiten Plane ist.5) Befindet sich der Ständesaal der ersten Kammer nach jetziger Ausführung an einer Stelle, wo garkein Saal der Art hin geholt.
Da bei diesem Gebäude die Baustelle mit dem Plane jenes Stadtbezirks überhaupt mit dem Erfordernisseines Ständehauses in Uebereinstimmung zu bringen waren, so konnte dieser Saal nirgends schöner undbesser, als gerade wo er in meinem Plane angebracht ist, gelegen seyn, und Würde derselbe, nachmeinem ersten Plane, unten zu ebener Erde ausgeführt worden seyn, so bin ich überzeugt, dass er injeder Hinsicht der Würde und Bequemlichkeit Einer hohen Kammer entsprochen hätte. Die Bundungdes vorderen Eckes hat gegenwärtig keinen Zweck mehr, bei meinem Plane hingegen gab er die innerezweckmässige Form des Ständesaales zu erkennen.
Es ist nicht meine Absicht, mich über die Abänderungen meines Bauplanes weiter, und noch wenigerauf eine Kritik des jetzigen Baues einzulassen; ich begnüge mich daher, hier nur die Hauptgegenständeangegeben zu haben, über welche ich mich besonders rechtfertigen wollte.
Bei Beurtheilung meiner Baupläne bitte ich, den Standpunkt nicht ausser Acht zu lassen, dass michdie beschränkte Bausumme abhielt, dem Gebäude eine besondere Ausdehnung und Pracht zu geben, uuddass ich mich auf den geringst möglichsten Bauraum beschränken mussle, weil eine der L Hauptseiten,die überbaut werden sollten, allein schon 14a'ausmachte. Mein ganzes Augenmerk ging desshalb nur dahin,in den beschränktesten Baum die Grösse und Anständigkeit, welche der Zweck des Gebäudes erheischte,mit grösst möglichster Beschränkung der Baukosten zu erreichen.
Die Kosten eines Gebäudes sind zwar relativ, weil ein Gebäude, wenn es nur leicht von Holz erbautwird, vielleicht nur die Hälfte, oder gar nur den vierten Theil kosten kann, als wenn es von Bruch-steinen, oder gar von köstlichem Marmor errichtet wird. Allein da wir hier gewohnt sind, nicht zu ver-schwenderisch mit unseren vornehmsten Materialien umzugehen, oder aber gering nur von Holz zu bauen,so bleibt eine solche Bauart immerhin noch kostspielig, wobei dann der Baumeister auf alle besondereErsparungen der Baukosten, welche nicht unmittelbar zu den einfachen Bedürfnissen des Hauses gehören,Rücksicht zu nehmen hat.