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somit das Ganze angegeben waren, so wurden solche von der zweiten Kammer durchaus, als für dieAusführung zweckmässig, und dem Erforderniss entsprechend anerkannt.
Die verehrliche erste Kammer, welcher nunmehro die Baupläne zur weiteren Genehmigung Vorge-legt werden mussten, fand jedoch an diesem Projecte manches auszusetzen, indem der für sie bestimmteSaal nicht zu ebener Erde, und nicht durch zwei Stockwerke hindurch gehend, auch etwas wenigergross, und auf dem zweiten Stockwerke verlangt wurde. Ausserdem wünschte dieselbe den Saal derzweiten Kammer grade umgekehrt in seiner Grundform, damit die Rundung der Sitze für die HerrenDeputirten gegen den Hof zu gekehrt würde, und beim Austritt aus dem Vorsaal in den Ständesaal derThron Seiner Königlichen Hoheit unmittelbar in den Fond des Saals, und nicht mit dem Rücken andem Vorsaale erscheine»
Diesen Gründen, die an sich allerdings Beachtung verdienten, musste ich entgegensetzen, dass derBau, wenn die Rundung des Saals nach innen, und nicht nach aussen gekehrt würde, einige 1000 fl.mehr Kosten verursache, und derselbe alsdann nicht mehr, um die in meinem Gutachten angegebeneBausumme von circa 63,6oo fl. auszuführen sey. Nach dieser Weisung, und da matt das Gebäude wegeneiniger 1000 fl. mehr Baukosten, nicht unvollkommen haben wollte, entwarf ich den weitern BauplanTab. X. und XI. mit dem Durchschnitt C. auf Tab. XII., welche nun endlich die GenehmigungSeiner Königlichen Hoheit, so wie auch der Herren Landstände der ersten und zweiten Kammer durch-«gängig erhielten. Die hohen Ständemitglieder ernannten auch aus beiden Kammern eine eigene Com-mission, welche beauftragt war, die Accorde im Namen der Stände abzuschliessen.
Nach dem, von dem Baumeister Fischer, dem die Execution des Baues speciell übertragen war, gefertigtendelaillirten Kostenüberschlag betrug nunmehr die ganze Bausumme 80,000 fl., da man aber diese Summenach denen einmal für das ganze Gebäude ausgesetzten 80,000 fl. mit dem Ankauf spreiss des Platzes für12,000 fl. zu hoch fand, weil nach Vollendung des Baues auch noch einige 1000 fl. ffe*die MetibK-ning übrig behalten werden sollten, so wurde die Summe des Ueberschiags dadurch beschränkt, das«die Stockwerke um einige Schuhe niedriger gemacht, die Grösse des Kellers vermindert, und die Die-belbalken weggelassen werden sollten.
Es wurden hierauf die sammtlichen Arbeiten bis auf den Schlüssel in der Thüre an die Verschie-denen Meister um die Summe von ^2,000 fl. zu liefern, übergeben, und unter dem 28. Sejrtembervon Seiner Königlichen Hoheit dem Grossherzog, der Grundstein mit grosser Feierlichkeit gelegt, undim gleichen Jahre noch mit den Grundmauern, so wie mit der Pilotirung längs des angrenzenden Land"grabens vorangegangen, so dass im Spätjahre 1820, wo sich die Arbeiten der Jahreszeit wegen einstellten,der grösste Theil der äussern Fundamentmauern, mit der Bodenebene, gleich hoch aufgeführt war.
Bisher besorgte Herr Baumeister Fischer mit dem Herrn Deputirten Messing von Bruchsal neben mirdie Ausführung allein unter dem 17. Febr. 1821 des folgenden Jahres, als die Fortsetzung des Baueswieder beginnen sollte, erhielt ich von der wegen Erbauung des Ständehauses erwählten verehrlichenCommission nachstehendes Schreiben, welches, wie sich in der Folge zu meinem grössten Leidwesen