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3 (1830) Projectirtes Rath- und Ständehaus und Landstandsgebäude
Entstehung
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Stadt gelegen und dass man in entferntem Stadtquartieren schon 1000 und mehrere Gulden für '/« MorgenBauplatz gab, auch dass ungefähr 1 oo Schritte von dem Rreglinger'schen Garten, die Museumsmitglieder'für ihren an der langen Strasse gelegenen Museumsbauplatz, welcher nicht viel mehr als ein Drittel desRreglinger'schen Gartenplatzes gross ist, 2 5,ooo fl. zahlen mussten, so ist dieser Preis für eine so geschicktgelegene grosse Baustelle nicht ganz übertrieben.

III. Die Disposition des Rreglinger'schen Gartens in Hinsicht auf eine angemessene Benutzung für einStändehaus, ist zwar nicht die günstigste, weil die eine Fronte hinter der'Kirche, und die andere ineiner Nebengasse (Bittergasse) liegt, und jede von diesen Fronten weder 2 eingeschlossene, noch 2 gleicheSeitenfronten hat.

In dem vorliegenden Bauplan glaube ich jedoch die Schwierigkeit dadurch gelöst zu haben, dass ich dieEcke gegen den katholischen Kirchenplatz als das Centrum ansah, und die Seiten gegen die Bittergasse,und den katholischen Rirchenplatz, beide als Haupthonten des Gebäudes anordnete. Durch diese Erhe-bung der beiden Facaden erhält das Gebäude von aussen die gehörigen Zugänge, von welchem man indasselbe bequem zu Fussund zu Wagen kommen, und wieder abgehen kann.

Bei dieser Disposition und Benutzung des Platzes ergibt sich auch, dass (wie es in dem angelegtenSituationsplan bei a b g 1 [Tab. I.] näher zu sehen) nur ein Quadrat von der Frontlänge in der Bitter-gasse (von 142') zu dem Hauptbau gebraucht wird; der übrige Theil des Terrains, von welchem noch etwaein 25 bis 3o' breiter Hausplatz, bis hinten an den Landgraben, neben dem Baumeister Fischer'schenHause für Oeconomiegebäude, oder zur Veränderung abzuschneiden seyn möchte, damit der Fischer'seheBrandgiebel verdeckt und geschlossen wird, könnte sodann zur Zierde der dasigen Kirche und für dieAnnehmlichkeit der Herren Volksrepräsentanten mit einigen Baumreihen etc. angepflanzt werden.

IV . Haben mir die Herren Commissairs das Erforderniss des landständischen Gebäudes in der Artgegeben, dass

i s dasselbe einen Saal für die erste Rammer für 3a Mitglieder und etwa 200 Zuhörer mit einemVorzimmer;

2' einen Saal für die zweite Rammer für circa 70 Mitglieder, und ein Baum für das diplomatischeCorps und 2 3oo Zuhörer mit einem Vorzimmer, nebst einem Zimmer für Seine RöniglicheHoheit den Grossherzog zum jeweiligen Aufenthalt;

3 S für die erste Rammer etwa 4 Zimmer zu Commissionen, und 4 Zimmer zum Secretariat, und zurRanzlei;

4' für die zweite Rammer zu gleichen Zwecken 11 i3 Zimmer;

5 S eine Wohnung für den Präsidenten der zweiten Rammer von 3 4 Zimmern;, 6' eineRanzleidieners- oder Hausmeisterswohnung von 3 4 Zimmern und endlich

7" ein Archiv und etwa eine Gallerie für Ausstellungen von Runst- und Industriegegenstäuden ent-halten soll.