Schlosspark und Atilagen zu Benrath.
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[dringliches Unterholz; dem andern der Teich einen mitschwankendem Rohr bestandenen Saum; dem dritten der
I Bachesrand einige steil abfallende Stellen in der Böschung;dem vierten der Hochwald in sicherer Höhe alte morsche
| Stümpfe und Aeste, Risse und Spalten bieten, die sichgelegentlich zur Wohnung ausmeisseln lassen. Im BenratherPark entdeckt jeder bald das rechte Plätzchen, das seinenNeigungen am besten entspricht.
Und so finden wir die meisten der deutschen Wald-vögel auf unserem Gange durch den Schlosspark. Wirvernehmen des Grün- und Buntspechts geschäftigesTrommeln in den höchsten Wipfeln der alten Eichen; ausden Buchenkronen tönt das Gurren der Hohl-, Ringel- undTurteltauben, des goldfarbigen Pirol volle, melodischeStimme. Den Gipfel einer der höchsten Tannen hat dieSchwarzdrossel sich erkoren, ihr Frühlingslied hinaus-zujubeln. Im dichtesten Gewirre von Brombeeren undUnterholz schlüpft der kleine unverdrossene Zaunkönig;ganz in seiner Nähe hat die Sängerin der Liebe, dieNachtigall, ihren Nestbau begonnen, und das Männchenschmettert im nahen Fliederbusch seine herrlichen Weisen,leise begleitet von Rothkehlchen's lieblicher Strophe.
Ueber uns am morschen, hohlen Eichenast schafft derStaar; Kleiber und Baumläufer huschen an den Stämmenab- und aufwärts; Schaaren von Meisen, grosse Flüge vonKernbeissern und Zeisigen treiben im hohen Gezweig ihrmunteres Wesen. Aus den dunklen Tannen tönt desGoldhähnchens feines Stimmchen, Rothschwänzchen undEdelfink machen sich im raschelnden Laube am Boden zuschaffen. Laubsänger, Goldammer, Grasmücke, Stieglitz,Plattmönch, Baumlerche, Baum- und Wiesenpieper wett-eifern, uns durch ihren Gesang zu erfreuen.
Im hohen Rohr am Saume des Teiches tönt desRohrsängers lustiges Geschnarre. Wasser- und Bläss-hühnchen tummeln sich eilfertig auf den Wasserpflanzenumher; Bachstelzchen ist nicht minder gewandt. Pfeil-schnell gleitet der herrliche, blaugrüne Eisvogel dichtÜber dem Wasserspiegel dahin; Fliegenfänger, Würger,Haus- und Uferschwalben jagen geschäftig nach schwir-renden Insekten.
Da lässt auch der Kukuk sich hören und zeigt uns-an, dass auch er mitwirken will, wenn Alles singt; vomschnurrenden Flügelschlag begleitet, tönt aus dem Dickichtdes Edelfasans melancholischer Balzruf. Versteckt imdunkelsten Gezweig, in Spalten und Höhlungen kauernder Waldkauz, die Waldohreule, die Schleiereule, der
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