Der Hofgarten zu Düsseldorf.
Von
Fr. Hillebrecht, Stadtgiirtner zu Düsseldorf.
öffentlichen Gartenanlagen der Stadt Düssel-dorf setzen sich gegenwärtig zusammen aus
dem Hofgarten, den Anlagen um das Stände-haus mit Einschluss der Haroldstrasse undCaiisthor, dem Schwanenmarkt und den mitAnlagen versehenen kleineren Plätzen als: Königsplatz.Schadowplatz, Corneliusplatz, Goltsteinstrasse, Friedens-platz, Schillerplatz, Kirchplatz und einigen weniger be-deutenden Plätzen, Diese Anlagen hegen sämmtlichinnerhalb der Stadt; nach ausserhalb besitzt die Stadtnoch die etwa 21 Hektar grosse Waldanlage „die Haäftft"am Grafenberg, in welcher die Hochbassins der städt.Wasserleitung liegen.
Die interessanteste dieser vorgenannten Anlagen inBezug auf ihr Alter, ihre Geschichte und ihren Werthfür die Stadt als Spaziergang ist unstreitig der Hofgarten,nicht allein weil es diejenige Gartenanlage ist, welcherdie Stadt hauptsächlich ihren Ruf als „Gartenstadt" ver-dankt, sondern auch, weil der Hofgarten mit seiner vor-züglichen Bepflanzung als das Muster einer Gartenanlageanzusehen ist, ja im Vergleich zu anderen derartigenAnlagen den ersten Rang einnimmt. Durch das An-wachsen der Stadt hat der Hofgarten allerdings vonjenem idyllischen Charakter, welchen derselbe früherbesass, als an seiner nördlichen, östlichen und auch west-lichen Seite, dem Rheine zu, die Landschaft ihren natür-lichen Reiz noch entfaltete, viel verloren; es ist jetztschwer, sich die Ruhe und den Frieden zu vergegen-wärtigen, welche selbst noch vor 40—50 Jahren im Hol-garten geherrscht haben, als Hecken und eiserne Thoreseine Beschützer waren. Damals war Düsseldorf kleinund der Hofgarten gross, jetzt ist das Umgekehrte der
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