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Schlosspark und Anlagen zu Bcnvath.
unterirdischen Kanal nach dem „Spiegel" abfliessend.Der grosse Schlossteich, eine Fläche von etwa 11 Morgeneinnehmend, dient als Haupt- und Sammelbassin. Ausihm wird durch einen Kanal, welcher unter dem Schloss-platz her und mitten durch den Schlosskeller führt, derSpiegel gespeist; dieser giebt an seiner rechten SeiteWasser für den Schlangenbach ab. Auch der kleine Teichim Blumengarten wird aus dem Schlossteich gefüllt undentleert sich nach dem Spiegel hin. An der Westseitedes Schlossplatzes führt der Schlossteich das Wasser inden Umfassungsgraben, der von hier aus die ganzenAnlagen umzieht, Unberufenen den Zutritt wehrend.Derselbe füllt noch an der Westecke des Parkes den„Kopfweiher" und vereinigt sich schliesslich an dersüdöstlichen Ecke beim Gute „Endt" mit dem eingangserwähnten linksseitig am Schlosshof und an der Kasernevorbeiführenden Umfassungsgraben, um nun wieder alsItterbach durch Urdenbach dem Rheine zuzustreben.
Ehemals war der Reichthum an Fischen in den Schloss-gewässern ein erstaunlich grosser. Seitdem aber dieHildener Fabriken ihre schmutzigen und giftigen Abwässerin den Itterbach ablassen, seitdem trotz allen Klagen undBeschwerden dieser Unfug von Jahr zu Jahr zunimmtund die Teiche und Wasserläufe gar oft statt klarenWassers eine ekle, dunkel gefärbte, stinkende Flüssigkeitaufweisen, sterben die Fische immer mehr dahin. DenBenrather Schlossanlagen droht die Gefahr, durch dieimmer mehr zunehmende Verpestung der Gewässer denbesten Theil ihrer idealen Schönheit einzubüssen. Eswäre ein Jammer, ein unersetzlicher Verlust für denSchlosspark und die ganze Königliche Besitzung, einFrevel an der Gesundheit der umwohnenden BürgerBenrath's, wenn hier nicht Wandel geschaffen würde, solange
es noch Zeit ist.Verlassen wir dieses trübe Bild und wenden unswieder dem grünen Walde oder vielmehr seinen gefiedertenBewohnern zu. Der Benrather Schlosspark beherbergteine auffallend grosse Anzahl unserer kleinen Schützlinge.Wie das besonders in den Morgen- und Abendstunden desRosenmonats von allen Zweigen schallt! Unsere ein-heimischen Vogelarten finden aber auch im SchlossparkAlles, was ihnen zusagt. Wo der kleine Sänger geschont,geschützt und gepflegt wird, weilt er gern; dahin kehrter alljährlich zurück, sein Heim zu gründen, seine Kindergross zu ziehen. Man muss uur seine Liebhabereien,seine Ansprüche kennen. Zur Begründung, des kleinenVogelheims muss der Wald dem einen dichtes, undurch-