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Schlosspark und Anlagen zu Benrath.
Von
Wesener, Kg\. Hofg'iirtner zu Benrath.
; ie nachstehenden kurzen Schilderungen ausden Benrather Schlossanlagen sollen zunächstnur den geneigten Leser auf einer Wanderungdurch die heute vorhandenen weitläufigenAnlagen begleiten, damit er sehe und sicherfreue an dem, was aus dem „Einst" sich entwickelt,was die grosse Meisterin Natur unter Mitwirkung derMenschenhand im Laufe der Zeit geschaffen hat.
Sind auch die Benrather Anlagen, die ehedem in-mitten des urwüchsigen weiten Wildparks in tiefsterWaldesstille dalagen, heute umgeben von der rasselnden,hämmernden, nie rastenden Industrie, sie sind um so mehrein erfrischender Zufluchtsort für Tausende, die aus demGetümmel des täglichen Lebens sich hinaussehnen, umin lauschiger Waldeinsamkeit neue Kraft und Lust zurArbeit zu sammeln.
Für alle diese soll der nachstehende kurze Berichtals Wegweiser dienen.
Als im Jahre 1755 Kurfürst Carl Theodor den Befehlzum Bau des jetzigen Benrather Schlosses gegeben hatte,stellte sich die Notwendigkeit heraus, eine Umwandlungdes damaligen grossen Wildparks und der Anlagen in dernächsten Umgebung des alten, unbewohnbar gewordenenSchlosses vorzunehmen, um den neu zu schaffenden Parkund die Gärten dem neuen Schlosse anzupassen.
Mit der Aufstellung der Pläne und der Entwürfe warder Oberbaudirector von Pigage betraut worden; GrafGoltstein, Jülich-bergischer Statthalter, leitete den Baudes Schlosses und die Herstellung der Anlagen nachdiesen Entwürfen. Entsprechend dem Schlossbau unddem damals herrschenden Geschmack wählte von Pigagedie Lenötre'schen Ideen als Grundlage und Puchtschnur