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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
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Schlosspark und Anlagen zu Benrath.

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Maasse wieder zugeführten Sonnenlichts aus eigener Kraftdie frischen herrlichen Motive hervorbringt, an denenwir in den einzelnen Quartieren vorüber wandern, derenSchönheit uns die Einförmigkeit der streng symmetrischenAlleen und Wege übersehen lässt.

Als seitliche Begrenzung der weiten Perspectiven istan Stelle der glattgeschorenen hohen Seitenwände undHecken eine leicht und locker gehaltene Lisiere getreten;die zur Herstellung dieser Wände fest und eng aneinandergepfianzten Hainbuchen, welche sich beinahe erdrückend,zu langen hohen Stämmen aufgeschossen waren, wurdenspäter weiter und lichter gestellt und sind zum Theilkapitale Waldbäume geworden. Die zu Laubengängenverschnittenen Ulmen zu beiden Seiten desSpiegels"sind heute hundert Fuss hohe, mächtige Stämme dieals stumme Zeugen längst entschwundener Zeit aufden jüngeren, goldig grünen Wald wie ehrwürdigePatriarchen herniederschauen, herab auf den Stromjubelnder, fröhlicher Menschenkinder zu ihren Füssen, diegewandert kommen, im Walde Erholung und Kräftigungzu suchen. In den durch Sturm und Braus geschlagenenWunden der alten Baumriesen, in den durch abgeschlageneAeste entstandenen Spalten und Höhlungen tummelt sichheute das junge muntere Volk der Staare, Meisen undSpechte, die hier die herrlichsten Heimstätten gefundenhaben.

Wir kommen noch zurück auf die muntere Vogelweltdes Benrather Schlossparks.

Vorerst wäre noch Einiges über die Eingangs er-wähnte auf unserem Gange uns wiederholt sichtbar ge-wordene Verwendung des Wassers, welches so unendlichviel zur Verschönerung des Ganzen beizutragen hat, zuberichten.

Die Anlage der gesammten Wasserläufe, Teiche etc.ist mit bewunderungswürdiger Präzision und Geschick-lichkeit ausgeführt.

Oberhalb des französischen Gartens, an der jetzigenDüsseldorf-Kölner Strasse liegen gerade vor dem Kapuziner-Kanal die massiven Mauerwerke und Schleusen, welchedie Vertheilung der Wassermenge bewerkstelligen.

Nach rechts führt ein breiter Kanal zum grossenSchlossteich, nach links der Umfassungs- und Ableitungs-graben für das nicht benöthigte Wasser nach Urdenbachund dem Rheine. Werden die Seitenschleusen geschlossen,so fällt das Wasser durch die Kaskaden und Bassinsinmitten des Gartens staffelmässig nach dem Schlosse zuherab, aus dem am tiefsten gelegenen Bassin durch einen