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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
Entstehung
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Der Hofgarten zu Düsseldorf.

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gebender Allee; vor etwa zehn Jahren ist er mit Bäumenund Gehölzgruppen versehen worden und bildet nun mitseinem Brunnen und den Blumenbeeten eine hübsche Zier.

Von grösserer Bedeutung sind die Anlagen, welchedas Provinzial ständehaus umgeben und in denAnlagen am Carlsthore ihre Fortsetzung finden. DieWege dieser Anlagen dienen aber fast durchweg demeigentlichen Verkehr und entbehren so der Ruhe, die denmeisten Wegen des Hofgartens eigen ist. Dieser südlichenStadtanlage hat natürlich der Bau des Provinzialstände-hauses (18781879) zwischen dem Kaiserteich und derReiehsstrasse eine grosse Veränderung gebracht, und erstin den letzten Jahren hat sich hier alles wieder so ge-staltet, dass die Störung als ausgeglichen angesehenwerden kann. Die erhebliche Anzahl sehr ansehnlicherBäume, wie Platanen, Ahorn, gedrehtästige Robinie, Silber-pappeln, stehen mit den ausgedehnten Wasserspiegeln,Kaiserteich und Schwanenspiegel in schöner Wechsel-wirkung.

Mit dem Schwanenspiegel steht der sog. Spee'sche-Graben iirVerbindung, dessen breite Wasserfläche eineschöne Unterbrechung durch die weitvorspringende Halb-insel des Spee'schen Gartens mit den herrlichen Baum-gruppen erfährt.

Ausser diesen in der eigentlichen Stadt liegendenAnlagen besitzt die Stadt noch am Grafenberge die sogvHaardt"; gerade dieser städtische Antheil ist mit seinenschönen Waldwegen und den überraschenden Ausblickenüber die Stadt und die ganze Niederung der weitausschönste Theil des Grafenbergs. Unkenntniss und Ge-wohnheit lassen aber die Spaziergänger meist die ver-kehrsreichsten Hauptwege wählen, und so wird der Werthder Haardt durchweg nicht ganz gewürdigt. Das Grund-stück misst etwas mehr als 15 Hektar (60 Morgen) und wirdmit dem nächsten Jahre durch weiteren Ankauf bis zu2021 Hektar angewachsen sein. Der erstgenannte Haupt-theil wurde im Jahre 1871 um den Preis von 21000 Mk.gekauft, um das Hochbassain für die Städtische Wasser-leitung anzulegen; die Waldanlagen wurden erst allmählichzu ihrer jetzigen Vollendung gebracht. Die Bepfianzungbesteht zur Hälfte aus Nadelholz (Kiefern), zur anderenHälfte aus Laubhölzern, wie Buchen, Eichen, Birken,Akazien ü.s.w.

Fast alle die genannten Anlagen sind durch Alleenmiteinander in Verbindung gebracht, und diese unterihnen ist die Königsallee vornehmlich zu nennen,welche den sog. Stadtgraben begleitend und den Hof-