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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
Entstehung
Seite
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Der Hofs-arten zu Düsseldorf.

das auch hier seinen Grund darin, dass dieselben zudicht stehen und es nur selten einem Baum gelungenist, sich seinem Character gemäss zu entwickeln. DasLichten ist eben versäumt worden, als die richtige Zeitdafür da war, und diese Versäumniss ist nicht mehrwieder gut zu machen.

Diese Bemerkung würde recht wohl den Schlusssatz

zu der Beschreibung

des Hofgartens bilden können, wei

es nicht als eine Pflicht erschiene, dem Schöpfer dermeisten und hauptsächlichsten Düsseldorfer G-artenanlagen,und zwar vorzugsweise des städtischen Theiles des Hof-gartens, Max Weyhe, an seinem Denkmal*) einen Kranzhochachtungsvoller Verehrung und dankbarer Erinnerungzu weihen; ist er es doch gewesen, welcher die Garten-

kunst in Düsseldorf in

genialer

Weise zur Geltung- und

Ansehen gebracht hat; es gebührt ihm Dank von jedemVerehrer derselben. Ist auch vieles in den Anlagen denjeweiligen Verhältnissen geopfert worden, und nicht soweitergestaltet, wie Weyhe es sich gedacht, und wie eres geschaffen hat, in der Hauptsache bestehen die An-lagen jedoch noch wie früher, und sie werden noch immerBewunderer finden.

Es ist zu bedauern, dass das Denkmal Weyhe's nichteinen besseren Platz einnimmt, den jetzigen verdient esnicht, es hat wenig Rücksicht auf die Verdienste desMannes, dem es gilt, gewaltet, als es von seiner ursprüng-lichen Stelle an der Alleestrasse in diese Verborgenheitversetzt wurde, wo es nicht einmal hinreichend gepflegtwird.

Die übrigen öffentlichen Gartenanlagen des Stadt-gebietes gehören eigentlich nicht in den Rahmen dieser-Schrift; es sei jedoch ein kurzer Umblick gestattet.

Da ist zunächst die Schmuckanlage an derGoltsteinstrasse, welche seit zwei Jahren an dieStelle einer früher sehr unansehnlichen tiefer gelegenenAnlage getreten ist; diese Verbesserung wird noch mehrhervortreten, wenn die Bepflanzung mehr herangewachsensein wird, die Blumenbeete innerhalb derselben ein ab-wechslungsvolles, der Umgebung zur Zierde gereichendesGesammtbiid darstellen helfen.

Dem gleichen Zwecke dienen die Anlagen gegenüberdem C o r n e 1 i u s d e n k m a 1, an der Schadow Strasse,auf dem Königs platze und auf dem S c h i 11 e r p 1 a t z e.Der Schwanenmarkt, gegenüber dem Provinzial-Ständehause, war früher nur eine Rasenfläche mit um-

*) Siehe Abbildung.