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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
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Der Hofoarten zu Düsseldorf.

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um gedeihen zu können, verlangen die Eichen einenlehmhaltigen, gleichraässig feuchten Untergrund, der hiernicht vorhanden ist; vielmehr lagert hier Sand und groberKies. Aus demselben Grunde sind im Hofgarten über-haupt die Bäume, deren Wurzeln sich dicht unter derOberfläche des Bodens ausbreiten, viel besser gediehen,als diejenigen, welche ihre Wurzeln tief in den Unter-grund eindringen lassen. Zu den ersteren gehören Ulmen,Kastanien, Buchen, Linden und Eschen, zu den letzterenEichen, Ahorn, Akazien und Platanen. Diese Letzterenmachen dadurch eine Ausnahme, dass sie durch dielockere Kieslage den Stand des Grundwassers und damitdie ihnen zusagende Bodenschicht zu erreichen ver-mögen. In dem nordöstlichen Theile des Hofgartensist die Baumpflanzung in der bemerkenswerthen Weiseausgeführt, dass sämmtliche Bäume, vom Buchenwäld-chen an bis an die Inselstrasse, in schnurgeradenKeinen sehr dicht gepflanzt sind, was bei einiger Auf-merksamkeit sowohl am Buchenwäldchen als im übrigenBestände noch sehr wohl wahrnehmbar ist, obgleichim Laufe der Zeit unabsichtlich und mit Absicht ge-schaffene Lücken entstanden sind. Die Arbeit ist sogenau ausgeführt gewesen, dass die Reihen sowohl imrechten Winkel wie in der Diagonale sich vollkommendeckten, und zwar von einem Ende bis zum andern ohneUnterbrechung und in jeder Richtung. Ausserdem istdiese Anpflanzung noch dadurch interessant, dass gewisseFlächenabtheilungen stets nur eine Baumart erhielten,z. B. das Buchenwäldchen, wie die Bezeichnung andeutet,nur Buchen, die nördlich davon bis an die Reitalleereichende Abtheilung nur Rosskastanien, weiter an dernördlichen Seite der Reitallee nur Silberpappeln (seitdem grossen Sturm 1876 ist davon nur noch ein geringerRest vorhanden); weiter nördlich an der Inselstrasseenthält das Wäldchen um den Kinderspielplatz herumnur Eichen, und südöstlich von der Reitallee bezw. demjetzigen Betonweg sind zwei Arten Ahorn angepflanzt.Eine Abweichung ist nur an den Rändern dieses Complexeswahrnehmbar; dort wurde die Bepflanzung eine ge-mischte, und dadurch entstanden die herrlichen Baum-gruppen, welche jetzt noch die grossen Rasenflächen ein-säumen, z. B. dem Eiskellerberge gegenüber. Dasspontane Auftreten von andern Baumarten zwischen denangedeuteten Reihenpflanzungen dürfte auf Samen-anflug zurück zu führen sein (fast nur von Ulmen undEschen). An hervorragenden Bäumen hat der in Fragestehende Theil der Anlage nur wenige (meistentheils