Der Hofgarten zu Düsseldorf.
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Fall, und wenn die Verwaltung von Zeit zu Zeit dievorhandenen Kinderspielplätze vergrössert, die Bänkevermehrt und neue Wege anlegt, so entspricht sie damitnur dem Bedürfniss, allerdings jedesmal auf Kosten derAnnehmlichkeit des Hofgartens.
Abgesehen von diesen, durch die Verhältnisse her-vorgerufenen Veränderungen, bietet der Hofgarten demaufmerksamen und dafür empfänglichen Besucher dennochin seinem Baumbestand, seinen Teich- und Rasenflächenein nie alterndes Bild landschaftlicher Schönheit undGrossartigkeit. Im Einzelnen zeigt sich dieses dem Be-sucher schon von der Königsallee aus in der Sicht überden botanischen Garten, wo das Denkmal der KöniginStephanie auf dunklem Coniferengrund, mit den hohenUlmenbäumen des Ananasberges im Hintergrunde eineneigenen Reiz hervorbringt; dasselbe Bild vom Ananas-berge aus, also in entgegengesetzter Richtung ge-sehen, ist jedoch noch schöner durch den Wasserspiegelder Landskrone im Vordergrunde und die Perspectiveder Königsallee, in welcher sich der Blick verliert. —Seitwärts wendet sich das Auge unwillkürlich dem neuerrichteten Kriegerdenkmal zu, welches in einer Lückezwischen den hohen Bäumen dieses Gartens einen schönenPlatz gefunden hat und nun mit diesem einen wirksamenContrast bildet. Der jetzige botanische Garten, Resteiner früheren grösseren Anlage, ist interessant durcheinige Bäume und Halbbäume, welche daselbst als dieeinzigen Exemplare ihrer Art in Düsseldorf vorhandensind; da ist z. B. der Judasbaum (Cercis siliquastrum), einHalbbaum, welcher während seiner Blüthezeit ungemeinzierend ist, in dem hiesigen Klima aber nicht mehr rechtgedeihen will; ferner ein grosses Exemplar von Koel-reuteria paniculata bis vor wenigen Jahren ebenfalls daseinzige seiner Art hierselbst; dann ist noch zu nennenein starkes Exemplar der baumartigen Haselnuss (Corylus-Colurua) am Ausgange des botanischen Gartens zurGoldenen Brücke. Zum botanischen Garten geholtefrüher, vor der Erbauung des Stadttheaters, auch nochder ganze Complex, welcher zwischen dem jetzt einge-friedigten Theile dieses Gartens und der Alleestrasse liegt,und es befinden sich hier auch noch einige interessanteBäume, z. B. der Geweihbaum (Gymnocladus canadensis) inzwei allerdings nicht sehr starken, aber einzigen Exem-plaren im Hofgarten. Ferner eine Sophora japonica undzwei grosse Bäume von Populus carolineana. Im Anschlussan den botanischen Garten führt die Goldene Brückeüber den ungemein .wirkungsvoll angelegten Teich, die
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