Der botanische Garten.
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Es war wohl vornehmlich dem Einfluss Weyhe's zudanken, dass in den nächsten Jahren eine Steigerung derDotation bewirkt wurde, so dass 1809 bereits 1000 Thalerhierfür zur Verfügung- standen, während noch 1806 dieKosten nur auf 530 Thaler veranschlagt worden waren.Die französische Regierung war mit dieser Vergrösserungdes botanischen Gartens schon insofern sehr einverstanden,als es in ihrer Absicht lag, Düsseldorf zum Sitz einerUniversität zu machen. Als dieser Plan schliesslich nichtzur Ausführung gelangte, verminderte sich die Dotationwieder und belief sich unter dem General-Gouvernementnur auf 1200 Francs.
Inzwischen erfolgte (1812) eine zweite Verlegung desGartens, die mehrere Jahre in Anspruch nahm, so dasserst 1814 der alte Garten gänzlich geräumt werdenkonnte. Auf der Halbinsel zwischen Ratinger- und Flinger-thor, also auf dem Grund zwischen Alleestrasse, Corne-liusplatz und den Bassins wurden die Anpflanzungenvorgenommen. Der Garten war durch Hecken undThüren abgeschlossen und eine zweite Umzäunung friedigte
klen Raum ein, auf dem die seltenen Pflanzen
vereinigt
waren.
In demselben Jahre, als die Herrichtung des neuenbotanischen Gartens vollendet wurde, entstand die gol-dene Brücke, mit der Bestimmung, diesen Garten mitden neuen Anlagen zu verbinden. Das elegante Eisen-geländer war von dem Architekten v. Vagedes entworfenworden. In neuerer Zeit (1865) ist zwar der botanischeGarten ein Stück nach Osten verlegt und das dadurchfreigewordne Gebiet zum Bauplatz für das Theater ver-wandt worden; aber abgesehen davon ist an jener Stelle[alles ungefähr so geblieben, wie es bereits vor 80 Jahren[bestand. Nur hat der wundervolle Blick von der goldnen[Brücke seitdem noch unendlich gewonnen durch das[Heranwachsen der mächtigen Baumgruppen an beiden[Seiten der Landskron. Und hier an dieser mit Glück[und Geschmack gewählten Stelle kann man am besten[Umschau halten über die ganze Anlage, können die[Gedanken ungestört zurückschweifen von dem Gewordenenlauf das Gewesene.