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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
Entstehung
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IG

Historische Einleitung.

Arbeiten zu vollenden. So konnte Weyhe's Verschönerungs-plan ungehindert zur Ausführung gelangen und in denfolgenden Jahren Gestalt gewinnen. Denn durch die baldfolgenden Kriegswirreh und neuen Umwälzungen konntenwohl die Arbeiten auf Monate ins Stocken gerathen,nichts aber ging dadurch von dem einmal Gewonnenenverloren. Unter der Frieden spendenden preussischenHerrschaft konnte Weyhe, nun königlicher Gartendirector,seine Lebenskraft an die Vollendung und

ungehindert

Erhaltung der ganzen grossen Anlage setzen, derenkünstlerische Gestaltung zu veranschaulichen nicht meineAufgabe ist. Ich wende mich vielmehr jetzt der Be-trachtung einer Anlage zu, die, wie sie heute besteht, imWesentlichen ebenfalls ein Werk unsers hochverdientenWeyhe ist.

5. Der botanische Garten.

Bereits im Jahre 1764 war gemäss Artikel 16 derStabs-Chirurgen-Instruction als Zubehör der chirurgischenAkademie ein botanischer Garten in Düsseldorf angelegtworden. Man hatte dazu den ehemaligen Kapuziner-garten in der Extension der Karlsstadt zwischen Militär-lazareth und Artilleriekaserne benutzt. Zwanzig Jahrelang stand dieser Garten unter der Verwaltung desMedicinalrathes Guerard, bis im Jahre 1784 Hofkammer-Rath Beuth die Leitung übernahm. Auf dessen Antragwurde durch eine Verfügung der kurfürstlichen Land.es-direction vom 20. Januar 1804 der übrigens aus land-ständischen Mitteln unterhaltene Garten von dem denMilitärbehörden unbequemen Platze in den Garten desaufgehobenen Kapuzinerklosters vor dem Flingerthore ander Pfannschoppenstrasse (Klosterstrasse) verlegt. Bereitsim Sommer 1803 waren die Pflanzen dorthin versetztworden und mit der Leitung des Gartens wurde sofortWir besitzen von ihm einen Bericht1804 über Anlage und Einrichtung des

Weyhe betraut,vom 6. November

Heuen botanischen Gartens. In klaren Sätzen formulirter hier seine Ansichten und Forderungen. Alle Pflanzensollen nach System und Ordnung und an dem ihrer Culturangemessenen Orte stehen; dadurch könne das Studiumder Botanik sehr erleichtert werden. Wegen der Cameral-und Forst-Studenten sei es erwünscht, eine Sammlungaller Holzarten anzulegen. Seine Beziehungen zu aus-wärtigen Anstalten dieser Art würden bei der Anschaffungder fehlenden Sorten in's Gewicht fallen.