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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
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SchleifunffS- und Verschönerungsarbeiten.

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der Cascade, Brücken, unterirdischen Kanäle, Thore,Bänke u. s. w. ebensowenig einbegriffen seien, als die Unter-haltung der neuen Alleen und sonstigen fertigen Anlagenausserhalb der Grenzen des Hofgartens, die zu denSchleifungsarbeiten gehörten. Auch die Bezahlung dervier als Garten Wächter angestellten Soldaten (12 Stübertäglich) war hier nicht mit berücksichtigt.

Wenige Monate später, am 28. August 1806, wurdeseitens der Regierung mit Weyhe ein Entreprise-Contraktabgeschlossen; darnach durften jährlich 1200 Thaler fürdie Erhaltung des Hofgartens aufgewandt werden. VorAbschluss dieses Contraktes hatte Weyhe ein Verzeichnissder Gegenstände angefertigt, die noch von der Regierung(nicht von dem Entrepreneur) neu verfertigt oder reparirtwerden mussten. So sollte z. B. das eiserne Thor amEingang des Hofgartens bei der Brücke an der Landskron-wieder errichtet und das ganz verr.ostete eiserne Gitterund Thor beim Jägerhof reparirt werden.

Inzwischen nahmen die Schleifungs- und Verschöne-rungsarbeiten unter Weyhe's Leitung rüstigen Fortgang.Der Theil der ehemaligen Festungswerke zwischen derLindenallee vor dem Ratinger Thor und der Landskronebis an den Hofgarten wurde im Jahr 1806 applanirt undim darauf folgenden Winter mit ausländischen Bäumenund Sträuchern bepflanzt. So entstanden in den nächstenJahren allmählich die Anlagen am Ananasberg und vordem Ratinger Thor.

Es würde uns zu weit führen, wollten wir bis inalle Einzelheiten hinein den Fortgang dieser Arbeitenverfolgen und etwa über den Ankauf der Bäume undBilanzen genau Bericht erstatten. Wir berühren hier nurnoch den Besuch des Kaisers Napoleon im Jahre 1811,der für die Geschichte unserer Gartenanlagen von grosserBedeutung werden sollte. Nur der persönlichen Anwesenheitdes Kaisers war es ja zu danken, dass am 17. December1811 von Paris aus das folgenreiche Verschönerungsdekretfür Düsseldorf erlassen wurde, dessen dritter Artikel derwichtigste war:Die alten Festungswerke und das Glaciswerden der Stadt geschenkt, um nach dem Verschönerungs-plan mit Bäumen bepflanzt und zu öffentlichen Spazier-gängen eingerichtet zu werden."

Wir sahen, es war schon viel nach dieser Richtunghin geschehen; aber wir dürfen nicht vergessen, dass allesbisher Geschaffene aus staatlichen Mitteln erwachsen war.Alles das erhielt die Stadt mit einem Male zum Geschenkund obendrein gemäss Artikel 8 des erwähnten Dekretsin reichem Maasse die Mittel aus dem Staatsschatz, um diese

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