M. F. Weyhe. — Verschönerungsarbeiten.
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Reisen im In- und Auslande und den Besuch grosserfürstlicher Gärten erweitert. Mit 26 Jahren bereits (1801)war Weyhe als Gärtner vom Kurfürsten von Köln angestelltworden und folgte nach zweijähriger Thätigkeit daselbstdem ehrenvollen Rufe nach Düsseldorf. In langer, treuerArbeit erwarb er sich hier einen Ruhm, der weit überdie Grenzen unserer Provinz hinausdrang und ihn zeit-weilig abrief zu ehrenvollem Wirken an verschiedenenStätten des deutschen Vaterlandes sowie des Auslandes.So schuf er die Parkanlagen in Cleve und in Rosenau,am'Linderhof bei Lindau, auf Stolzenfels am Rhein undin den Besitzungen des Herzogs von Arenberg in Belgien.Aber dabei wurde er nie Düsseldorf untreu und lehnteselbst einen Ruf nach Berlin ab. Seine edle, warmherzigeund liebenswürdige Persönlichkeit erwarb ihm hier einentreu ergebenen Freundeskreis, für dessen traulichesZusammenhalten nicht minder Weyhes Gattin Wilhelminegeb. Esch (seit 1804) Sorge trug. Mit ihr erzeugte er inglücklichster Ehe sechs Töchter und drei Söhne, vondenen der älteste, Joseph, nach dem Tode des Vaters(25. Oct. 1846) wie dieser königlicher Gartendirector inDüsseldorf wurde. Hatte Weyhe sich selbst in den herr-lichen Gartenanlagen ein ewig grünendes Denkmal ge-schaffen, so sorgten doch nach seinem Tode seine Mit-bürger sogleich für ein würdiges Standbild des allgemeinverehrten Mannes. Man errichtete es an der Alleestrasse,gewissermassen am Ausgangspunkte seiner künstlerischenThätigkeit in Düsseldorf.*)
Nicht mit einem Schlage erfolgte die Umwandlungdes Festungsterrains in Parkanlagen ; trotz heisser, mühe-voller Arbeit ging ein Jahrzehnt und mehr dahin, bis dieletzten Reste der einstigen Festungswerke verschwundenwaren. Wir können hier nur in Kürze andeuten, in welcherWeise die Schöpfung der Neu-Anlagen vor sich ging, indemwir zu verfolgen suchen, an welchen Stätten Weyhe injener ersten Zeit nach seiner Berufung thätig war.
Im Jahre 1804 erfolgte die Bepflanzung der Allee vomRatinger Thor auf den Jägerhof mit 370 schweren Wald-
*) Im Jahre 1873 wurde das Denkmal an seinen heutigenPlatz, in die Nähe des Jägerhofs versetzt, wo es, wie aus der Kunst-beilage ersichtlich, unter hohen Bäumen zwar eine schöne undfriedliche Stätte gefunden hat, insofern aber keineswegs den Ab-sichten der Stifter entspricht, als es hier eben nicht in den vonWeyhe erst geschaffenen Anlagen sich befindet.