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Historische Einleitung.
Bald sollten andere Zeiten für Düsseldorf kommen.Die französische Revolution hatte Kriege im Gefolge, dieauch über unsere Stadt Schweres heraufführten, vor allemdas Bombardement vom 5.—6. October 1794 und dieBesetzung des bergischen Landes durch die Franzosen.Ihr Abzug erfolgte erst nach dem Frieden von Luneville(1801); zugleich wurde durch einen Artikel dieses Friedens-vertrags die für die Entwicklung unserer Stadt hoch-bedeutsame Bestimmung getroffen, dass die Festungswerkegeschleift werden sollten.
Zum Glücke Düsseldorfs wurde hiermit nicht alleindie Weiterführung der Strassen und die Ausdehnung desStadtgebiets ermöglicht; dank den Anordnungen derLandesregierung sollte vielmehr jene Bestimmung auchder Erweiterung der Promenade zugute kommen. Bereitsam 29. November 1801 halte der Kurfürst von Pfalzbayernder Stadt einen Theif des im Osten belegenen Festungs-terrains zur Vergrösserung, Verschönerung und theilweisenDeckung ihrer Schuld geschenkt.
Eine besondere Schleifungs-Commission wurde nieder-gesetzt mit dem Auftrag, das durch die Schleifung in derunmittelbaren Umgebung der Stadt gewonnene Terrainzu verschönernden Anlagen zu benutzen und dieselbenmit den schon vorhandenen zu vereinigen. An der Spitzedieser Commission stand der Staatsrath Georg ArnoldJacobi, später General-Wasserbau-Inspector, der Bruderdes Dichters. Seinen persönlichen Beziehungen und seinemEinfluss ist es zu verdanken, dass die Schöpfung dieserVerschönerungsanlagen in-die Hand eines künstlerischbefähigten und in seinem Fach zur Meisterschaft gelangtenMannes gelegt wurden. Man berief im Jahre 1803 ausKöln den Gärtner Maximilian Friedrich We.yh.-eunter Zusicherung eines Gehalts von 300 Thalern nebstfreier Wohnung.
Das Leben und Wirken dieses Mannes ist so eng mitdem Ruhme unsers Hofgartens verknüpft, dass wir es fürunerlässlich halten, gleich hier ein weniges über seinePersönlichkeit und seinen Lebensgang mitzutheilen.*)
Als Sohn des kurkölnischen Hofgärtners JosephClemens Weyhe zu Poppeisdorf bei Bonn am 15. Februar1775 geboren, hatte er sich in den Jahren 1789 bis 1792unter der trefflichen Anleitung des kurfürstlichen Hof-gärtners Peter Joseph Lenne zu Brühl der Gartenkunstgewidmet und die hier gewonnenen Kenntnisse durch
*) Ich benutze hier zum Theil einen im Düsseldorfer Geschichts-Verein gehaltenen Vortrag' des Herrn Professor Dr. C. Bone.