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Historische Einleitung'.
übertriebene Gewissenhaftigkeit, dass nun doch noch eineöffentliche Versteigerung der Entreprise an den Mindest-fordernden in Scene gesetzt -wurde, wobei jedoch nichtdas Köhler'sche Angebot (hier ist plötzlich die Rede von4947 Thaler, während vorher immer von 4597 Thalerngesprochen wird), sondern sein Kostenanschlag (6066 Thlr.10 Stbr.) zu Grunde gelegt wurde.
Professor Erb erbot sich, den Plan für 5091 Thlr.10 Stbr. auszuführen; dies war das niedrigste Gebot under erhielt somit den Zuschlag. Da aber das Köhler'scheAngebot noch um 144 Thlr. geringer war, wurde Brosybeauftragt, mit Köhler abzuschliessen. Man kann es Erbnicht verdenken, dass er sich über dieses Verfahrenbitter beklagte und mit einer Beschwerde höheren Ortsdrohte. Er meinte, mit dieser scheinbaren Vergantunghätte das Publikum nicht amüsirt zu werden brauchen.
In dieser ganzen, Angelegenheit scheint Brosy etwasparteiisch vorgegangen zu sein. Der von ihm begünstigteBaumeister Köhler kam bald (30. Mai 1780) mit einerNachforderung von 500 Thlrn. und rechtfertigte sich damit,dass 9 Fuss Höhe doch zu gering sei für den 2. Stock,da hier ein sehr grosses und viele proportionirte Zimmergeschaffen werden sollten, die 10'/2—ll'/a Fuss Höhe er-forderten. Für ein so schönes Gebäude (!) sei dies um sonothwendiger, als es der Kritik auswärtiger Architectenund Baukenner ausgesetzt sei. Da nach dem Urtheilder Hofbaumeister nichts dagegen einzuwenden war,wurde die Erhöhung des Baues gebilligt, für die allerdingsnur 366'/ 2 Thaler zugestanden werden konnten.
Am 19. Dezember 1780 war das Hofgartenhaus bis aufdas Verputzen fertig. Dieser Bau .war gar nicht nachdem Wunsche des Hofgärtners Behrens; er beklagte sichdarüber, dass ihm dadurch diesen Sommer über die Wirth-schaft beeinträchtigt und in seinen Zimmern die Tapeteund Malerei verdorben worden sei. Nun müsse er dieneuen Zimmer meubliren und „allen zu einer weitläufigenWirthschaft erforderlichen Vorrath" anschaffen.
So benutzte er denn diese Gelegenheit, um eine Ver-längerung seiner Entreprise auf 24 Jahr zu beantragen.Dem Antrag wurde stattgegeben und ein neuer Contractmit ihm abgeschlossen. Allerdings sollte Behrens denAblauf dieses Contracts nicht mehr erleben. Bereits imSeptember 1786 war er nicht mehr unter den Lebenden;ein früher Tod hatte ihn seinem Berufe entrissen, demer.mit Treue und Gewissenhaftigkeit ergeben gewesen war.
Und wieder einige Jahre später, da fiel auch dasHaus in Trümmer, das ihm mit seiner Gattin Elisabeth