Erweiterung' des Hofa'artenhauses.
das Ansehen als das Gebäude selbst so beschränkt, dassmit der äussersten Mühe das wenige Ansehen desselbenhat zu Wege gebracht werden können!' Bald erwiessich das Gebäude für die Spaziergänger und Gäste,besonders aber für grössere Gesellschaften und Bälle alszu klein und wiederholt wurde von Seiten des Publikumsder Wunsch geäussert, das Haus zu vergrössern und zuverschönern.
Es vergingen einige Monate, bis die Verhandlungenüber die Höhe der Kosten zum Ende gekommen waren.Das erste Angebot war vom Maurermeister Peter Köhlerausgegangen; er wollte für 4597 Thaler den ganzenAnbau ausführen und bis Mitte Juni wenigstens dengrossen Saal fertig stellen. Der von Pigage stammendePlan wurde in mehr als einer Beziehung verändert; sosollte z. B. der Mittelbau 9 Fuss höher werden, alsbisher, der grosse Gartensaal die Form eines länglichenAchtecks erhalten u.s.w. Der Entreprenenr musste allesselbst bestreiten, Material wie Arbeitslohn. NachdemBrosy mit Köhler bereits alles abgeschlossen hatte, erbotsich Hofbaumeister Flügel, den Plan billiger auszu-führen. Er hielt es für Ehrensache, da er das Hausgebaut hatte, nun auch die Erweiterung zu übernehmen.Mit Recht machte Brosy dagegen geltend, dass ein Hof-baumeister sich nicht auf eine solche Entreprise einlassendürfe, vielmehr die Pflicht habe, die von den Entrepreneursgefertigten Gebäude zu untersuchen; auch sei Flügel alsGeneral-Bau-Inspector die ganze Bauzeit hindurch mitVisitirung der Landgebäude in Kurcöln und Jülich-Bergso beschäftigt, dass er dergleichen Unternehmungenschwerlich abwarten könne.
Die Hofkammer legte, um sicher zu gehen, die An-
gelegenheit drei Sachverständigen zur
Prüfung
vor; die
Hofbaumeister Kees und Wauters, sowie der Stadt-zimmermeister Nolden erklärten sämmtlich die Köhler-sche Forderung für äusserst niedrig und ersterer meinte,aus dem FlUgel'schen Plan würdeein Gartenhaus entstehen, es seiwenn seine Forderungen geringer wären.
eher eine Kaserne, alsdemnach kein Wunder,Er wie Wautersgaben den Eath, beide Ecken der auswendig en Balustradeabzuschneiden und ein Dach über die Balustrade zumachen; der Saal würde dadurch heller werden, und imSommer könnte man auf der Balustrade trocken stehen,im Winter Averde sie durch Eis und Schnee nicht ruinirt.Das Urtheil der Sachverständigen hatte die Hofkammervollkommen davon überzeugen können, dass das Köhler-sche Angebot annehmbar Avar. Somit war es .eine etwas